Beleidigungen gegen Xamax-Spieler - Rassismus-Eklat beim FC Wil – Liga eröffnet Verfahren gegen Präsident Weber
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Beleidigungen gegen Xamax-SpielerRassismus-Eklat beim FC Wil – Liga eröffnet Verfahren gegen Präsident Weber

Wil-Präsident Maurice Weber hat im Mai beim Auswärtsspiel in Xamax rassistische Äusserungen von sich gegeben. Wil bestätigt den Vorfall und entschuldigt sich. Die Liga leitet trotzdem ein Verfahren ein.

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Maurice Weber 
entschuldigt sich für sein Verhalten.

Maurice Weber
entschuldigt sich für sein Verhalten.

Urs Bucher/freshfocus
Im Mai kam es beim Spiel gegen Xamax zum Rassismus-Skandal.

Im Mai kam es beim Spiel gegen Xamax zum Rassismus-Skandal.

Urs Lindt/freshfocus
Trainer des FC Wil ist Alex Frei.

Trainer des FC Wil ist Alex Frei.

Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

  • Wil-Präsident Maurice Weber hat im Mai einen Xamax-Spieler rassistisch beleidigt.

  • Der Verein hat sich bereits für das Verhalten seines Präsidenten entschuldigt.

  • Auch Weber tut der Vorfall leid.

  • Trotzdem leitet die Swiss Football League ein Verfahren gegen ihn ein.

Rassismus-Eklat beim FC Wil! Ausgerechnet Präsident Maurice Weber (59) soll sich im Mai beim Challenge-League-Spiel gegen Xamax auf der Tribüne einen gegnerischen Spieler als «N****» betitelt haben, wie nau.ch berichtet.

Gegenüber 20 Minuten bestätigt der FC Wil den Vorfall: «Leider hat sich unser Präsident in einem Spiel in Neuenburg nicht an die ethischen Grundsätze des Vereins gehalten. In der Emotionalität des Spiels entfuhr ihm ein nicht tolerierbarer Zwischenruf mit diskriminierendem Hintergrund.»

SFL leitet Verfahren ein

«Ich entschuldige mich in aller Form für mein Handeln. Ich bin mir bewusst, meine Vorbildfunktion mit dieser verbalen Entgleisung nicht wahrgenommen zu haben», zeigt sich Weber gegenüber nau.ch reumütig. Direkt nach dem Zwischenfall sei es bereits zu einer Aussprache mit den eigenen Spielern gekommen, die über den Vorfall sehr verärgert gewesen sein sollen.

Besonders prekär: Wil-Präsident Weber ist auch Komitee-Mitglied der Swiss Football League. Die Liga soll erst am Freitag durch die Medienberichte von dem Vorfall erfahren haben und leitete dann umgehend eine Untersuchung ein. Auch das Komitee der SFL soll sich zeitnah mit der Angelegenheit auseinandersetzen.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von Rassismus betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsnetz für Rassismusopfer

GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(law)

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