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Lockdown in den USARatten fressen einander gegenseitig auf

In den USA macht der Lockdown den Ratten das Leben schwer: Die Nagetiere haben nicht mehr genug zu Essen und feinden sich nun gegenseitig an.

von
lub

Ratten in New Orleans begeben sich auf der Bourbon Street auf Futtersuche.

Nicht nur die Menschen leiden unter dem Coronavirus, auch Ratten trifft der Lockdown schwer. In den USA haben die Tiere kaum noch Nahrung, da dort sämtliche Restaurants und Imbisse geschlossen sind.

«Diese Ratten haben sich seit Jahrzehnten von den Abfällen der Restaurants ernährt - jetzt geht das nicht mehr und sie haben ein grosses Problem», so Borry Corrigan, Nagetier-Spezialist, gegenüber «NBC News».

In Wohnquartieren finden die Nagetiere immer noch ausreichend Nahrung, da dort auch nach wie vor viele Essensabfälle im Müll entsorgt werden. Bei Flughäfen, Einkaufszentren und rund um Restaurants zeigt sich aber ein anderes Bild.

Kriegsführung der Ratten

«Wir können bei den Ratten ein menschenähnliches Kriegsverhalten beobachten: Sie nehmen ein Gebiet ein und töten alle, die nicht zu ihrer Gruppe gehören - nur die stärksten gewinnen den Kampf», wie Corrigan sagt.

Um ohne ausreichend Nahrung zu überleben, bleiben den Ratten laut dem Experten nur drei Optionen: Kannibalismus, gegen andere Ratten zu kämpfen oder ihren eigenen Nachwuchs zu fressen.

Gefahr für Obdachlose

In den vergangenen Wochen wurden in amerikanischen Städten weitaus mehr Ratten gesichtet. Darunter auch in der berühmten Ausgehmeile «Bourbon Street» in New Orleans, wo Horden von Ratten die Strassen auf der Suche nach Nahrung einnehmen.

Die Rattenplage stelle auch eine grosse Gefahr für die vielen Obdachlosen dar. Darum wolle man nun laut lokalen Behörden «aggressive Plage-Kontrollen» durchführen.

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