Aktualisiert 18.05.2016 06:11

Kalifornien

Ratten- und Menschen-DNA in Burgern entdeckt

Ein US-Labor untersucht Burger-Produkte und findet darin Rattenkot und menschliche DNA. Laut den Forschern ist das nur ein kleines Problem.

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Das US-Nahrungsmittellabor Clear Labs untersuchte Mitte Mai 2016 258 verschiedene Burger-Produkte aus Nordkalifornien. Dabei stuften die Forscher 13,6 Prozent der Proben als «problematisch» ein.

Das US-Nahrungsmittellabor Clear Labs untersuchte Mitte Mai 2016 258 verschiedene Burger-Produkte aus Nordkalifornien. Dabei stuften die Forscher 13,6 Prozent der Proben als «problematisch» ein.

AP/Gene J. Puskar
Das Labor veröffentlichte die Studie auf seiner Website.

Das Labor veröffentlichte die Studie auf seiner Website.

Screenshot Clear Labs
Einerseits entdeckten die Forscher Ratten- und Menschen-DNA. Das sei aber leicht zu erklären und nicht allzu schlimm: Wahrscheinlich waren Haare in die Fleischmischung gelangt. Bei der Ratten-DNA vermuten sie, dass Ratten-Kot der Grund für die Verunreinigung ist.

Einerseits entdeckten die Forscher Ratten- und Menschen-DNA. Das sei aber leicht zu erklären und nicht allzu schlimm: Wahrscheinlich waren Haare in die Fleischmischung gelangt. Bei der Ratten-DNA vermuten sie, dass Ratten-Kot der Grund für die Verunreinigung ist.

AP/Chitose Suzuki

Das US-Lebensmittellabor Clear Labs hat 258 verschiedene Burger unter die Lupe genommen. Die Forscher überprüften dabei Fleischproben und vegetarische Erzeugnisse aus mehreren Fast-Food-Ketten und von 22 Einzelhändlern aus Nordkalifornien.

Was herauskam, ist erschreckend: 13,6 Prozent der untersuchten Produkte stuften sie als «problematisch» ein, bei 4,3 Prozent fanden sie sogar krankheitserregende Keime. In drei Proben entdeckten die Experten Ratten-DNA. Eine weitere Probe enthielt sogar menschliche DNA, heisst es im Studienbericht.

Es ist nicht immer drin, was drauf steht

Das sei allerdings nicht weiter schlimm, meinten die Forscher. Die menschliche DNA liesse sich damit erklären, dass wahrscheinlich ungewollt Haare in die Fleischmischung gelangten. Was die Ratten-DNA angeht, vermuten sie, dass Tierkot der Grund für die Verunreinigung ist. Sind die Burger gut gebraten, bestehe für die Konsumenten keine Gefahr.

Schlimm sei aber, dass in einigen Produkten Zutaten enthalten — oder eben auch nicht enthalten — waren, die in der Beschreibung angegeben waren: So wurden bei einem «reinen» Rinderburger Spuren von Schweinefleisch festgestellt. Ein vegetarischer Burger mit schwarzen Bohnen enthielt hingegen überhaupt keine Bohnen. Zwei andere Marken von Veggie-Burgern enthielten Fleisch.

«Das ist vor allem dann gefährlich, wenn Menschen Allergien haben», erklärt Anwalt Bill Marker dem TV-Sender Vox. Ebenfalls problematisch sei das für Muslime, die mit vollem Vertrauen Rinderburger kauften, weil sie kein Schweinefleisch essen würden.

Clear Labs wird die Markennamen der Problem-Burger nicht veröffentlichen: Das Labor versteht sich nicht als Verbraucherschutzorganisation.

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