Aktualisiert 21.12.2007 14:44

Raub der «Guldhornene»

In Dänemark sind zwei Männer wegen des Diebstahls der als nationales Kulturgut geltenden Goldhörner zu Haftstrafen verurteilt worden. Eine mitangeklagte Frau wurde freigesprochen.

Das Gericht verurteilte einen 22-jährigen Mann am Donnerstagabend zu zwei Jahren und vier Monaten Haft, ein 25- Jähriger erhielt zwei Jahren Haft, wie dänische Medien am Freitag berichteten.

Die wertvollen «Guldhornene», die im Besitz des Nationalmuseum in Kopenhagen sind, waren Mitte September aus einer Ausstellung in der Stadt Jelling gestohlen worden. Kurze Zeit später tauchten sie nach intensiver Fahndung wieder auf.

Bei den rund 200 Jahre alten Goldhörnern handelt es sich um Nachbildungen zweier gestohlener Originale von 400 nach Christus. Die goldenen Originale wurden im 17. beziehungsweise 18. Jahrhundert in Gallehus in Süddänemark gefunden.

1802 stahl ein verschuldeter Juwelier sie aus dem Königlichen Kunstarchiv und schmolz sie ein, um aus dem Gold Schmuck und Falschmünzen herzustellen. Die Nachbildungen wurden nach Zeichnungen aus goldbeschichtetem Silber angefertigt.

(sda)

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