Aktualisiert 09.12.2007 15:52

Raubkunst-Streit in New York

Das Museum of Modern Art (MoMA) und das Guggenheim Museum in New York wollen sich per Gerichtsbeschluss zu Besitzern von zwei Picasso-Gemälden erklären lassen. Ein Nachkomme des früheren jüdischen Besitzers erhebt Anspruch.

Der deutsche Historiker Julius H. Schoeps macht geltend, sein Grossonkel, der Berliner Bankier Paul von Mendelssohn-Bartholdy, habe die Gemälde unter dem Druck der Nationalsozialisten verkauft - das damalige Geschäft sei deshalb ungültig.

In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Museen, die Bilder hätten eine lückenlos nachweisbare Geschichte: «Es gibt absolut keinen Hinweis, dass die Bilder unter Druck verkauft worden sind», heisst es laut «New York Times» in der Klage.

Bei dem Streit geht es um zwei frühe Werke von Pablo Picasso, «Junge mit Pferd» (1906) und «Die Mühle von la Galette» (1900). Sie gehörten zu der umfangreichen Kunstsammlung von Bankier Mendelssohn- Bartholdy, der sie vor seinem Tod 1935 an den jüdischen Kunstsammler Justin K. Thannhauser verkaufen liess.

(sda)

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