Rauch in Swiss-Maschine
Aktualisiert

Rauch in Swiss-Maschine

Ein schwerer Vorfall einer Swiss-Linienmaschine von Ende 2003 ist auf eine vorschriftswidrige Montage eines Dichtungsrings in einem Zapfluftventil am Triebwerk zurückzuführen.

Die dabei verbrannten Fettrückstände verursachten Rauch im Flugzeug und zwangen den Piloten zur Rückkehr auf den Flughafen Zürich-Kloten.

Die Avro-Maschine der Swiss befand sich am 13. Dezember 2003 mit 38 Insassen auf einem Linienflug nach Düsseldorf, als zwölf Minuten nach dem Start in der Kabine Rauch und starker Geruch festgestellt wurden. Die Flugbesatzung entschied sich in der Folge zur Rückkehr nach Kloten, wo die Maschine problemlos landen und die Passagiere auf dem üblichen Weg aussteigen konnten.

Das Büro für Flugunfalluntersuchung (BFU) ist nun gemäss dem am Freitag veröffentlichten Untersuchungsbericht zum Schluss gekommen, dass ein Dichtungsring in einem Zapfluftventil am Triebwerk in der Nacht vor dem Flug vorschriftswidrig geschmiert worden war. Als die Triebwerke während des Steigflugs mit hoher Leistung betrieben wurden,, verbrannten Rückstände des Schmiermittels und erzeugten den Rauch, der durch die Kabinenbelüftung in das Innere des Flugzeugs gelangte. Ein Standlauf mit hoher Triebwerkleistung, mit dem der Vorfall hätte verhindert werden können, war nicht durchgeführt worden.

Bei einem weiteren vom BFU untersuchten schweren Vorfall zeigte sich, dass das Bugfahrwerk einer Avro der Crossair am 13. Juli 2000 bei der Landung in Kloten nicht parallel zur Flugzeuglängsachse ausgerichtet war. In der Folge brach das Flugzeug in der Ausrollphase nach rechts aus und verliess die Piste. Der Grund konnte weder durch den Hersteller noch das BFU eindeutig ermittelt werden. Zwischen 1991 und 2001 war es zu insgesamt 29 schweren Vorfällen in Zusammenhang mit dem Verlust über die Kontrolle der Bugfahrwerksteuerung von Flugzeugen dieser Familie gekommen. Im Frühjahr 2003 kam die britische Unfalluntersuchungsbehörde in einem technischen Bericht zur Erkenntnis, dass eine Modifikation des Steuerventils erforderlich sei, um solche Vorfälle künftig zu vermeiden. (dapd)

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