Nordkorea: Rauchender Affe lockt Besucher in den Zoo
Aktualisiert

NordkoreaRauchender Affe lockt Besucher in den Zoo

Schimpanse Azalea pafft im Zoo von Pyongyang täglich ein Päckchen Zigaretten weg und zündet sich die Glimmstängel auch noch selbst an. Die Besucher reagieren meist lachend.

von
pat
1 / 4
Der kürzlich wiedereröffnete Zoo in Nordkoreas Hauptstadt Pyongyang hat einen neuen Star: Azalea, den rauchenden Schimpansen. (19. Oktober 2016)

Der kürzlich wiedereröffnete Zoo in Nordkoreas Hauptstadt Pyongyang hat einen neuen Star: Azalea, den rauchenden Schimpansen. (19. Oktober 2016)

Keystone
Das 19 Jahre alte Weibchen paffe eine Packung am Tag weg, inhaliere den Rauch aber nicht, berichtete der Zoo.

Das 19 Jahre alte Weibchen paffe eine Packung am Tag weg, inhaliere den Rauch aber nicht, berichtete der Zoo.

Keystone
Der Affe kann sich den Glimmstängel selbst anstecken. Wenn ihr Trainer ihr ein Feuerzeug zuschmeisse, habe sie damit kein Problem.

Der Affe kann sich den Glimmstängel selbst anstecken. Wenn ihr Trainer ihr ein Feuerzeug zuschmeisse, habe sie damit kein Problem.

Keystone

Der kürzlich wiedereröffnete Zoo in Pyongyang hat einen neuen Star: Azalea, den rauchenden Schimpansen. Das 19 Jahre alte Weibchen paffe eine Packung am Tag weg, inhaliere den Rauch aber nicht, berichtete der Zoo in der nordkoreanischen Hauptstadt.

Azalea könne sich ihre Glimmstängel sogar selbst anstecken. Wenn ihr Trainer ihr ein Feuerzeug zuschmeisse, habe sie damit kein Problem. Azalea sei es auch gelungen, ihre Kippe mit einer anderen, bereits brennenden Zigarette anzuzünden.

Schimpanse muss auch tanzen

An vielen Orten der Welt würde ein solcher Anblick einen Aufschrei der Empörung nach sich ziehen – nicht so in Nordkorea. Die Besucher reagieren meistens lachend, wenn sie den paffenden Schimpansen – einen von zweien – erblicken. Vom Trainer animiert berührt der dann auch noch seine Nase, verbeugt sich und legt eine kleine Tanzeinlage hin.

Der Zoo, der erst im Juli wieder eröffnet worden war, zieht täglich Tausende Besucher an. Er bietet eine Menge Attraktionen, von typischen Zoobewohnern wie Elefanten, Giraffen, Pinguinen und Affen bis hin zu einem Naturhistorischen Museum, in dem auf Monitoren die Entstehung des Sonnensystems und des Lebens auf der Erde gezeigt wird.

Pavillon mit etlichen Rassehunden

Eine andere für viele Besucher überraschende Attraktion ist der Hunde-Pavillon, in dem sich etliche Rassen tummeln – vom Deutschen Schäferhund bis zu Shih Tzus. Darüber hinaus gibt es in dem Tierpark auch andere von Trainern dressierte Tiere, die Tricks vorführen, darunter ein Affe, der Dunkings mit einem Basketball zeigt.

Zu sehen sind auch Tauben, die umherfliegen und dann auf einer Frau landen, die auf einer Indoor-Bühne Schlittschuh läuft. Und Hunde, die so tun, als ob sie an einer Rechentafel subtrahieren und addieren könnten.

Die Renovierung des Zoos hatte 2014 begonnen. Der nordkoreanische Präsident Kim Jong Un wollte beeindruckende Monumente und moderne Freizeitzentren in der Hauptstadt schaffen. Gegründet wurde der Zoo 1959, als Kim Il Song, der erste Präsident des Staats und Grossvater vom jetzigen Machthaber, den Bau am Stadtrand angeordnet hatte. Damals gab es erst einmal nur 50 Dachse. (pat/sda)

Deine Meinung