Ende Feuer: Raucher-Rebell muss Le Bistro dichtmachen

Aktualisiert

Ende FeuerRaucher-Rebell muss Le Bistro dichtmachen

Der lange Kampf um das Rauchverbot im St.Galler Le Bistro hat ein Ende: Der Besitzer muss den Laden nach einem Entscheid des Verwaltungsgerichts räumen.

von
Marlene Kovacs

«Sie haben mir meine Existenz geraubt», sagt Hanns-Ulrich Ilg, Wirt im St. Galler Le Bistro im Neumarkt. Bis Montag hat er noch Zeit, seinen Laden zu räumen. Dann ist es für ihn mit dem Beizen und einem langen Streit, der seit dem Rauchverbot vom

1. Oktober schwelte, vorbei. Ilg wollte sich von Anfang an dem St. Galler Rauchverbot nicht beugen, deshalb liess er seine Gäste einfach weiterrauchen. Selbst nachdem ihn die Gewerbepolizei deswegen mehrmals aufgesucht und gebüsst hatte, gab er nicht nach.

Anfang 2009 wurde ihm dann das Wirtepatent entzogen, weshalb er Rekurs beim Verwaltungsgericht erhob. Dies nützte ihm aber wenig, denn dieses bestätigte laut «St. Galler Nachrichten» den Patentenzug. «Ich werde nie mehr wirten», sagt Ilg, der am 23. August seinen Laden mit sieben Mitarbeitern schliessen musste. Falls er noch Unterstützung bekäme, würde er aber noch vors Bundesgericht ziehen. Eine logische Konsequenz war der Verwaltungsgerichts-Entscheid für Regierungsrätin Heidi Hanselmann: «Er wollte sich einfach nicht an das neue Gesetz halten.» Ilg möchte künftig in die Politik. «Da kann man wenigstens noch etwas erreichen», sagt er.

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