Rauchverbote: Nun macht auch der Stadtkanton Ernst
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Rauchverbote: Nun macht auch der Stadtkanton Ernst

Im Oktober kommen von der Regierung ausgearbeitete Regelungen zur Tabakprävention vor den Grossen Rat. Unter anderem sollen bis Ende 2008 neun von zehn Baizen Nichtraucherplätze haben.

Nebst einem Verkaufsverbot von Tabakwaren an Minderjährige und der Einführung einer rauchfreien öffentlichen Verwaltung schlägt die Regierung eine Einschränkung des Rauchens in Gaststätten vor: Die Hälfte aller Innensitzplätze soll rauchfrei sein, Gaststätten mit mehreren Räumen müssen mindestens einen Nichtraucherraum anbieten.

Für Urs Brütsch, Leiter der Lungen- und Krebsliga, reicht diese Änderung nicht. «Für uns ist das eine Augenwischer-Lösung. Wir erwarten, dass der Grosse Rat auf das Tessiner Modell, also auf ein totales Rauchverbot, einschwenkt», so Brütsch. Wenn man anerkenne, dass Rauchen gesundheitsschädigend sei, müsse man auch handeln. Dieser Meinung ist auch eine Minderheit der Gesundheits- und Sozialkommission des Grossen Rats.

Der Wirteverband seinerseits ist glücklich, dass noch kein generelles Rauchverbot ausgesprochen wird. Wirteverbandssprecher Maurus Ebneter: «In unseren Augen ist das ein gut schweizerischer Kompromiss, bei dem die unternehmerische Freiheit gewahrt bleibt.» Ein absolutes Verbot würde der Verband rigoros bekämpfen.

Denise Dollinger

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