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Raúl Castro: Fidel geht es besser

Erstmals seit der vorübergehenden Amtsübernahme auf Kuba Ende Juli hat sich Fidel Castros Bruder Raúl am Freitag öffentlich geäussert.

Fidel Castro erhole «sich Stück für Stück auf eine zufriedenstellende Weise». Tausende Genesungswünsche seiner Landsleute hätten Fidel geholfen, die Krise zu bewältigen.

Raul verteidigte, dass er sich erst rund zwei Wochen nach seiner Machtübernahme in der Öffentlichkeit gezeigt hatte. «Ich bin nicht gewöhnt, ausser wenn es nötig ist, häufig öffentliche Auftritte zu machen», erklärte der 75-Jährige. «Ich bin immer diskret gewesen, das ist meine Art.»

Er schere sich nicht um diejenigen im Ausland, die «darüber spekulieren, wann ich im Fernsehen oder in den Zeitungen erscheine oder nicht.» Seine lange Abwesenheit hatte Vermutungen über einen Machtkampf hinter den Kulissen des kommunistischen Karibikstaates ausgelöst.

Nach Fidels Erkrankung habe Kuba seine Sicherheitskräfte mobilisiert, sagte Raúl. Die Massnahmen seien getroffen worden, um jedweden Angriff gegen die kommunistische Karibikinsel abzuwehren, sagte Raúl. Man habe nicht ausschliessen können, dass innerhalb der US-Regierung «jemand ausrastet».

Einige «Falken» des amerikanischen «Imperiums» hätten am 31. Juli gedacht, «dass der Moment gekommen ist, die Revolution zu zerstören», sagte Raul Castro.

Der 80-jährige Fidel Castro hatte Ende Juli wegen einer schweren Darmoperation erstmals seit 47 Jahren die Macht vorübergehend an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder abgegeben. Anfang der Woche zeigte das kubanische Fernsehen die ersten Bilder des Staatschefs vom Krankenbett. (sda)

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