Metropolitanregion: Raum St. Gallen soll gefördert werden
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MetropolitanregionRaum St. Gallen soll gefördert werden

Paul Rechsteiner (SP) und Karin Keller-Sutter (FDP) fordern vom Bund die Definition einer eigenständigen Metropolitanregion Ostschweiz.

von
jeh
FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter und SP Ständerat Paul Rechsteiner (beide Kanton St. Gallen) möchten die Region St. Gallen-Ostschweiz als Metropolitanregion etablieren.

FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter und SP Ständerat Paul Rechsteiner (beide Kanton St. Gallen) möchten die Region St. Gallen-Ostschweiz als Metropolitanregion etablieren.

Die Forderung der beiden Ständeräte gründet auf einer neuen Studie des Wirtschaftsgeografen und früheren Standortförderers im Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), Karl Koch.

Kochs Positionspapier zeige, dass die Region St. Gallen alle Voraussetzungen erfülle, um nach schweizerischen Massstäben als eigenständige Metropolitanregion anerkannt zu werden.

Massgebend dafür seien die Siedlungsräume und die Pendlerstatistiken. Unter Einbezug des grenznahen Vorarlbergs überschreite der Metropolitanraum St. Gallen die Schwelle von einer halben Million Einwohnern klar, geht aus Kochs Studie hervor.

Diversifizierte Wirtschaft

Auch qualitative Aspekte würden für eine Eigenständigkeit sprechen, so die Politiker. Damit gemeint sind eine diversifizierte Wirtschaft, die Universität St. Gallen (HSG), die Fachhochschulen, das Kantonsspital als eines der bedeutendsten Zentrumsspitäler der ganzen Schweiz und die Stadt St. Gallen mit ihrer kulturellen Zentrumsfunktion.

Für die Standortpolitik, aber auch für nationale Investitionen in die Infrastruktur sei es wichtig, welche Regionen sich als Metropolitanräume verstünden, heisst es in der Mitteilung von Rechsteiner und Keller-Sutter. Die Ostschweiz könne nicht mehr einfach nur der «Vorhof» von Zürich auf dem Weg nach München sein.

Startschuss für einen Prozess

Gegenwärtig werden beim Bundesamt für Statistik (BfS) Berechnungen für ein neues Raumkonzept des Bundes gemacht. Das nun veröffentlichte Positionspapier aus der Feder Karl Kochs versteht der St. Galler Ständerat Paul Rechsteiner als wichtigen Startschuss eines Prozesses. Jetzt gehe es darum, den Ball in der Ostschweiz aufzunehmen und sich hier zu positionieren. Entsprechende Gespräche mit Politikerinnen und Politikern auf kantonaler und auf kommunaler Ebene haben laut Rechsteiner bereits stattgefunden.

Gegenwärtig gibt es in der Schweiz fünf definierte Metropolitanregionen: Zürich, Bern, Basel, Genf-Lausanne und das Tessin.

(jeh/sda)

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