Kaum Sitzbänke: Raumplanerin fordert mehr Sitzgelegenheiten
Aktualisiert

Kaum SitzbänkeRaumplanerin fordert mehr Sitzgelegenheiten

Ein Raumplanerin kritisiert die Luzerner Stadtplaner, es habe zu wenig Sitzgelegenheiten. Die Stadtplaner haben Verständnis.

von
Urs Häfliger
Raumplanerin Marlis Gander auf dem Inseli, dass seit Jahren aufgewertet werden soll.

Raumplanerin Marlis Gander auf dem Inseli, dass seit Jahren aufgewertet werden soll.

In der Stadt gibt es zu wenig Sitzgelegenheiten: Dies schreibt die Raumplanerin Marlis Gander in einem Leserbrief, der gestern in der «Neue Luzerner Zeitung» erschienen ist. Konkret bemängelt sie:

■ Entlang der geplanten Langsamverkehrsachse auf dem alten Zentralbahntrassee seien keine Sitzgelegenheiten vorgesehen.

■ Das Grendel-Projekt am Schwanenplatz sei auf Eis gelegt worden.

■ Im geplanten Landschaftspark beim Friedental seien Sitzgelegenheiten mehrheitlich gestrichen worden.

Gander bemerkt weiter: «Die Verantwortlichen der Stadt Luzern sind sich des Stellenwertes von qualitativ guten Freiräumen nicht bewusst.» Im Leserbrief zieht sie folgendes Fazit: «Stadtentwicklung besteht nicht nur aus verdichtetem Bauen und Hochhäusern, sondern steht und fällt mit der Schaffung von vernetzten öffentlichen Räumen mit guter Aufenthaltsqualität.»

Die Stadt versteht die Kritik: «Wir unterstützen ihre Aussagen», sagt Stadtingenieur Martin Bürgi. Das Zentralbahntrassee sei noch nicht fertig geplant, erklärt Bürgi: «Es erfüllt baulich erst die Mindestanforderungen.» Die städtebauliche Wirkung müsse für eine gute Aufenthaltsqualität mittelfristig untersucht werden. Die anderen genannten Projekte seien laut Bürgi finanziell noch nicht realisierbar.

Deine Meinung