Frauenfeld: Razzien in Thurgauer Glücksspielhöllen

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FrauenfeldRazzien in Thurgauer Glücksspielhöllen

Die Polizei hat in sieben Thurgauer Lokalen Razzien wegen illegalen Glücksspielen und Sportwetten gemacht. Zwei Betreiber mussten ihre Spielhöllen vorerst schliessen.

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mko/sas

Illegalen Spielclubs geht es im Thurgau an den Kragen. Letzten Dienstag führte die Polizei gleich zwei Grossrazzien durch. Beide Male bestand der Verdacht auf Verstösse gegen das Bundesgesetz über Lotterien, gewerbsmässige Wetten, Glücksspiele und Spielbanken. Doch das sind keine Einzel­fälle: Seit Dezember kontrollierte die Thurgauer Polizei ­insgesamt sieben Betriebe – unter anderem in Romanshorn, Arbon, Amriswil und Frauenfeld.

«Als die Polizei kam, durfte plötzlich keiner mehr das Lokal verlassen», sagt der Augenzeuge einer Razzia. Ungefähr 30 Polizisten hätten den Club umzingelt und mehrere Stunden lang Personen überprüft. «Bei den Kontrollen wurden mehrere Personen befragt, drei davon kurzfristig festgenommen», so Kapo-Sprecher Christoph Greminger. Die zuständigen Bezirksämter leiteten gegen die Betreiber der Lokale eine Strafuntersuchung ein. Zwei Betriebe wurden vorerst geschlossen. Die Zocker selber machen sich laut Gesetz nicht strafbar.

«Nach ersten Erkenntnissen geht es vor allem um Sport­wetten im Bereich Eishockey, Fussball sowie um Glücksspiele wie Poker, Black Jack und Roulette», sagt Greminger. Wie viel Geld gesetzt wurde, wollte die Polizei nicht sagen.

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