Relikt vom Attentat: Reagans Blut wird im Internet versteigert
Aktualisiert

Relikt vom AttentatReagans Blut wird im Internet versteigert

Eine Blutprobe des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan wird in einer Online-Auktion zum Kauf angeboten. Die Reagan-Stiftung kündigte rechtliche Schritte an.

von
pbl
Die angebliche Blutprobe von Ronald Reagan.

Die angebliche Blutprobe von Ronald Reagan.

Am 30. März 1981, wenige Wochen nach seinem Amtsantritt, wurde auf US-Präsident Ronald Reagan in Washington ein Attentat verübt. Er wurde von einer Kugel in der Lunge getroffen und erlitt innere Blutungen. Der Attentäter John Hinckley wurde für unzurechnungsfähig erklärt, er sitzt bis heute in einer psychiatrischen Klinik. Nun ist auf einer Online-Auktionsplattform eine Blutprobe aufgetaucht, die Reagan angeblich nach seiner Einlieferung ins George Washington University Hospital entnommen worden war.

Das auf der britischen Kanalinsel Guernsey registrierte Unternehmen PFC Auctions zeigt auf seiner Website ein Foto mit einer Phiole, in der sich «getrocknete Blutspuren» befänden. Die Aufschrift lässt darauf schliessen, dass sie von Ronald Reagan stammen und am Tag des Attentats entnommen wurden. Ein Laborformular soll die Echtheit zusätzlich beweisen. Der Verkäufer teilt in einem Schreiben mit, seine verstorbene Mutter habe im Spitallabor gearbeitet, die Gegenstände seien seit damals im Besitz der Familie gewesen.

Am Dienstag lag das Gebot bei 7600 Pfund (11 300 Franken). Gar nicht erfreut über diese Form des Reliquienhandels ist die Stiftung des 2004 mit 93 Jahren verstorbenen Ex-Präsidenten. Geschäftsführer John Heubusch sprach von «einem widerlichen Vorgang». Man werde «alle rechtlichen Möglichkeiten ergreifen, um den Verkauf oder Kauf zu stoppen». Ob dies etwas bewirken wird, ist unklar. Die Auktion läuft in zwei Tagen ab.

Deine Meinung