Störung: Reaktorabschaltung im AKW Mühleberg
Aktualisiert

StörungReaktorabschaltung im AKW Mühleberg

Im Kernkraftwerk Mühleberg ist es zu einer Reaktorabschaltung gekommen. Der Zwischenfall ereignete sich um 10.40 Uhr bei einer planmässigen Prüfung während der Wiederinbetriebnahme des Werks nach der Jahresrevision. Gefahr bestand aber keine.

Zur Reaktorabschaltung kam es gegen 10.40 Uhr bei einer planmässigen Prüfung bei der Wiederinbetriebnahme des Werks nach der Jahresrevision, wie die Betreiberin mitteilte. So sei die Umschaltung einer betrieblich laufenden Speisewasserpumpe auf die vollumfänglich erneuerte Reservepumpe nicht wie geplant erfolgt. Alle anderen Systeme der Anlage hätten sich dagegen erwartungsgemäss verhalten. Die Ursache der Störung konnte laut BKW kurzfristig geklärt werden.

Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt bestanden. Die Aufsichtsbehörde des Bundes, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), sei umgehend informiert worden. Das ENSI habe die Anlage zum Wiederanfahren freigegeben, was nun schrittweise erfolge. Das Vorkommnis wurde laut BKW vorläufig auf der untersten Stufe O (keine Sicherheitssignifikanz) der bis sieben reichenden IAEA-Ereignisskala eingestuft.

Das AKW Mühleberg war Mitte vergangener Woche nach der Jahresrevision schrittweise wieder in Betrieb genommen worden. Beim umfangreichen Testprogramm aller Komponenten während des Wiederanfahrens seien solche Zwischenfälle nicht auszuschliessen, sagte ein Sprecher auf Anfrage. (dapd)

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