Der EV Zug gewinnt in Genf und hat nun drei Matchpucks für den Meistertitel

Playoff-Final Servette – ZugZug gewinnt in Genf und hat nun drei Matchpucks für den Meistertitel

Der EV Zug führt in der Final-Serie 2:0 und kann am Freitag seinen zweiten Meistertitel in der Vereinsgeschichte zuhause perfekt machen.

von
Adrian Hunziker
Remo Elsinger

Drei Powerplay-Tore, zwei für die Zuger, zwei identische Treffer: Der 2:1-Sieg des EVZ in Genf war harzig. Auch diese Final-Partie war hart umkämpft - wie bereits das erste Spiel. Bestes Beispiel dafür: Justin Abdelkader checkte den Genfer Henrik Tömmernes in der 16. Minute über die Bande. Der Genfer rappelte sich umgehend wieder auf und spielte weiter.

Abdelkader checkt Tömmernes über die Bande

Der Zuger Abdelkader spediert Tömmernes über die Bande. (Video: SRF)

Und da gab es im ersten Drittel noch eine Szene, die ungewöhnlich war: Beim ersten Powerplay in der 5. Minute kam es gar nicht zu einem Überzahlspiel für die Genfer, weil sich Daniel Winnik zu schnell in den Bully-Kreis begab. Dies hatte eine Strafe wegen Zeitverzögerung zur Folge. Wenige Minuten später besass Tömmernes die erste grosse Chance, Servette in Führung zu bringen. Aber Leonardo Genoni blieb vorerst unbezwingbar, wie schon am Montag im ersten Finalspiel während den gesamten 60 Minuten.

Genoni ein erstes Mal bezwungen

Abdelkader war auch im Mitteldrittel für ein Highlight besorgt: In Unterzahl lief der US-Amerikaner in der 28. Minute nach einem Fehler von Tömmernes alleine auf Servette-Goalie Daniel Manzato zu - und hämmerte den Puck an den Pfosten. Besser machte es Dario Simion vier Minuten später, als er kurz vor Ablauf des Powerplays einen Schuss von EVZ-Captain Raphael Diaz zum 1:0 ablenkte.

Simion trifft zum 1:0

Simion lenkt den Puck noch entscheidend ab. (Video: SRF)

Und dann war es so weit, nach 99 Minuten im Playoff-Final wurde Genoni ein erstes Mal bezwungen. Der Genfer Captain Noah Rod traf ebenfalls im Powerplay zum Ausgleich.

Rod markiert den Ausgleich

Der Genfer Captain Noah Rod schiesst das 1:1. (Video: SRF)

Schuss Diaz, Ablenker Simion, das hatte bereits im Powerplay im Mitteldrittel geklappt. Und auch im Schlussdrittel führte diese Kombination in Überzahl zum Treffer. Zug führte in der 44. Minute 2:1.

Simion trifft schon wieder

Auch das 2:1 erzielt Simion per Ablenker nach Schuss von Diaz. (Video: SRF)

Wie schon in Spiel eins musste Servette in den letzten Minuten einem Rückstand hinterherrennen. Auch dieses Mal gelang den Genfern der Ausgleich nicht. Damit führt der EVZ in der Serie 2:0 und hat am Freitag zuhause die Möglichkeit, den zweiten Meistertitel in der Vereinsgeschichte nach 1998 perfekt zu machen. (hua)

Deine Meinung

Mittwoch, 05.05.2021

Auf Wiedersehen

Danke fürs Dabeisein, einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal.

Zug gewinnt!

60' Das wars! Die Genfer können zwar zu sechst gegen vier Zuger noch mehrmals in Richtung Tor schiessen, doch Genoni und seine Vorderleute halten dicht.

Damit geht Zug in der Serie mit 2:0 in Führung und hat nun drei Matchpucks, um sich den Meistertitel zu sichern.

Nicht die Entscheidung

59' Abdelkader schiesst vermeintlich das 3:1, doch Abdelkader hat Omark regelwidrig von der Scheibe getrennt. Manzato ist nun raus und gleich kommt Karrer von der Strafbank zurück.

Karrer übertreibt

58' Harter Einsatz des Genfers gegen Kovar. Der Zuger bleibt kurz liegen, scheint aber weitermachen zu können. Karrer hat ihn da mit dem Kopf voran gegen die Bande gecheckt. Da wäre eine härtere Strafe nicht verwerflich gewesen.

Genf offensiv harmlos

56' Seit dem Zuger Führungstreffer will den Servettiens offensiv nicht mehr viel gelingen, auch im Powerplay nicht. Zug hat das Spiel unter Kontrolle und kann die Genfer Vorstösse unterbinden. Noch vier Minuten!

Zug übersteht die Unterzahl

53' Das Zuger Boxplay ist erfolgreich gegen Tömmernes, Omark, Winnik und wie sie alle heissen. Nun noch sieben Minuten bleiben den Genfern für den Ausgleich.

Powerplay Genf

51' Nun muss Alatalo doch auf die Strafbank. Er trifft Omark mit dem Stock im Gesicht. Gelingt den Genfern der Ausgleich in Überzahl?

Tömmernes hart getroffen

49' Zuerst kassiert Hofmann einen Schuss an den Unterschenkel und kämpft danach ohne Stock unter Schmerzen weiter gegen die Genfer Offensive. Dann packt Alatalo den Ellbogencheck gegen den Kopf von Tömmernes aus. Die Proteste von der Genfer Bank sind völlig verständlich, da die Aktion nicht geahndet wird.

Chance für Zug

44' Nach dem Wiederanpfiff gleich die nächste Zuger Grosschance. Alatalo hatte sie.

TOOOOR FÜR ZUG!

44' Ja, die Scheibe war drin! Diaz zieht wieder einmal ab und erneut lenkt Simion ab. Hoher Stock wars nicht, die Schiedsrichter prüfen noch den rechtmässigen Torschützen.

Es ist Simion, dessen Ablenker massgeblich für den Treffer war. Damit sorgen die gleichen Protagonisten für die erneute Führung, wie bereits beim 1:0.

Simion trifft schon wieder

Auch das 2:1 erzielt Simion per Ablenker nach Schuss von Diaz. (Video: SRF)

Wieder Strafe gegen Fehr

43' Bereits zum dritten Mal wandert der Genfer auf die Strafbank. Fehr trifft Stadler mit der Faust im Gesicht. Verdikt: Übertriebene Härte. Folge: Weitere zwei Minuten in der Kühlbox.

Genoni sicher

42' Da ist natürlich viel Platz auf dem Eis. Der Verteidiger Le Coultre versucht es mit einem Abschluss, doch Genoni hält sicher mit der Fanghand. Beide Teams nun wieder komplett.

Weiter gehts ins Schlussdrittel

41' Wir starten mit 4 gegen 4, da Fehr und Klingberg noch auf der Strafbank Platz nehmen müssen.

Phuu ... Pause in Genf

40' Durchatmen! Wie bereits im ersten Drittel waren die letzten Minuten vor der Sirene extrem intensiv. Zuvor konnten beide Powerplay-Formationen treffen, folgerichtig geht es mit dem 1:1 in die Pause. Die Partie hat an Spannung deutlich zugenommen. Wir dürfen uns auf das Schlussdrittel freuen!

Was ist denn hier los??

40' Plötzlich gibt es hier Topchancen im Sekundentakt. Seit dem Genfer Ausgleichstreffer hatten beide Teams sehr gute Möglichkeiten auf den Führungstreffer.

Nun wandert Fehr für eine Schwalbe und Klingberg für ein Halten auf die Strafbank. Komischer Entscheid der Schiedsrichter.

TOOOOR FÜR GENF!

39' Da ist der Ausgleich für Genf! Und wieder fällt der Treffer kurz vor Ablauf der Strafe. Noah Rod zimmert die Scheibe nach einer starken Passstafette in den Torhimmel hinter Genoni. Was für ein Strich! Es ist das erste Gegentor, das Genoni in 99 Minuten des Playoff-Finals kassiert.

Rod markiert den Ausgleich

Der Genfer Captain Noah Rod schiesst das 1:1. (Video: SRF)

Genfer Druckphase

37' Starke Phase der Hausherren. Sie können die Scheibe lange in der Zuger Zone halten und kommen zu mehreren Abschlüssen. Nun wandert Nico Gross auf die Strafbank, nachdem die Scheibe bei seinem Befreiungsversuch über die Bande flog.

Fehr zurück und gleich in Aktion

34' Genf versucht sofort zu reagieren. Omark tänzelt sich hinter dem Tor durch und legt für Fehr ab, der wieder zurück auf dem Eis ist. Genoni hält weiter dicht.

TOOOOOR FÜR ZUG!

33' Simion lenkt den Schuss von Diaz entscheidend ab und erwischt Manzato zwischen den Schonern. Der Genf-Goalie chancenlos. Das Powerplay der Zuger wäre soeben abgelaufen.

Simion trifft zum 1:0

Simion lenkt den Puck noch entscheidend ab. (Video: SRF)

Rod kann nicht profitieren

31' Da war die Möglichkeit für Genf. Schlumpf verliert die Scheibe nahe vor Genoni, doch Rod kann die Chance nicht zum Führungstor nutzen.

Nun kann gleich Zug in Überzahl agieren, doch der gescholtene Fehr kann nicht auf die Strafbank. Er wird am Ohr vom Schlittschuh des Gegenspielers getroffen. Schmerzhaft!

151 Kommentare