Aktualisiert 11.06.2018 08:16

Lohnindex 2017

Reallöhne erstmals seit 2008 gesunken

Zwar sind die Nominallöhne um 0,4 Prozent gestiegen, die Lohnentwicklung 2017 zeigt am Ende aber einen Reallohnrückgang von 0,1 Prozent.

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Für die Schweizer Löhne sieht es schlecht aus.

Für die Schweizer Löhne sieht es schlecht aus.

Keystone/Christian Beutler
Laut einer Prognose des Trades Union Congress (TUC) sollen die Reallöhne hierzulande 2018 stagnieren.

Laut einer Prognose des Trades Union Congress (TUC) sollen die Reallöhne hierzulande 2018 stagnieren.

Keystone/Dominik Baur
Damit gehört die Schweiz zu den Schlusslichtern im Vergleich des TUC.

Damit gehört die Schweiz zu den Schlusslichtern im Vergleich des TUC.

TUC/20MIN

Die Löhne der Arbeitnehmenden in der Schweiz haben im vergangenen Jahr nicht mit der Teuerung Schritt gehalten. Zwar stiegen die Entschädigungen im Schnitt um 0,4 Prozent. Wegen höheren Konsumentenpreisen hatten die Angestellten aber effektiv 0,1 Prozent weniger Lohn zum Ausgeben als im Jahr 2016.

Damit sind die Reallöhne erstmals seit 2008 wieder gesunken.

Dies zeigt der Schweizerische Lohnindex 2017, den das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag publiziert hat. Die miteinbezogene Jahresteuerung betrug 0,5 Prozent. 2015 noch waren die Reallöhne nicht zuletzt auch dank tieferen Konsumentenpreisen durchschnittlich um 1,1 Prozent gestiegen.

Praktisch alle Wirtschaftszweige mussten gemäss BFS eine Reallohneinbusse hinnehmen. Je nach Branche lag das Minus zwischen 0,1 und 0,8 Prozent.

(SDA)

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