Unwetter in der Schweiz: Rebberg gerät ins Rutschen – Strasse zu
Aktualisiert

Unwetter in der SchweizRebberg gerät ins Rutschen – Strasse zu

Das Wetter kommt nicht zur Ruhe: In einzelnen Regionen der Schweiz stehen Keller und Strassen unter Wasser. Im St. Galler Rheintal kam es zu Erdrutschen.

von
pat/chi
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Die Feuerwehr war im Einsatz: Oberhalb von Lüchingen/Altstätten SG kam ein ganzer Rebberg ins Rutschen.

Die Feuerwehr war im Einsatz: Oberhalb von Lüchingen/Altstätten SG kam ein ganzer Rebberg ins Rutschen.

kein Anbieter/Leser-Reporter 20 Minuten
Der Rebberg konnte den Wassermassen nicht standhalten und schüttete eine wichtige Zufahrtstrasse unterhalb zu, wie ein Leser-Reporter berichtet.

Der Rebberg konnte den Wassermassen nicht standhalten und schüttete eine wichtige Zufahrtstrasse unterhalb zu, wie ein Leser-Reporter berichtet.

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Bagger schaufeln die Strasse frei.

Bagger schaufeln die Strasse frei.

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Der Regen hält auch am Samstag die Feuerwehren in der Schweiz auf Trab: In Altstätten im Kanton St. Gallen ist ein Hang ins Rutschen geraten und hat eine Zufahrtsstrasse verschüttet. «Es liegt mindestens ein Meter Erde auf der Strasse», erzählt ein Leser-Reporter.

Der Hang sei am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr ins Rutschen geraten, Feuerwehren aus verschiedenen Gemeinden seien im Einsatz.

Die Strassen in Lüchingen und Altstätten in der Ostschweiz werden zu reissenden Flüssen, wie Videos zeigen:

In St. Gallen regnete es ebenfalls in Strömen:

Auch der Kanton Freiburg hat mit dem schlechten Wetter zu kämpfen: Dort sind zahlreiche Strassen überschwemmt, wie Leser-Bilder zeigen.

Auch die Natur kam mit dem ganzen Wasser nicht klar:

Das Wasser drang aber auch in die Häuser ein, wie beispielsweise in Pont-la-Ville:

Und so sah es in Pont-la-Ville draussen aus:

Unwetter in Luzern

Bereits gestern ist es im Kanton Luzern nach starkem Regen in der Nacht auf Samstag zu zahlreichen Überschwemmungen, kleineren Hangrutschen und Strassensperren gekommen. In Malters wurden gegen 20 Häuser und Tiefgaragen überflutet. Bei einem Bach war ein Damm gebrochen.

Insgesamt standen in mehreren Gemeinden über 200 Feuerwehrleute wegen überschwemmten Gebäuden, Strassen und kleineren Hangrutschen im Einsatz. Dies sagte Vinzenz Graf, Feuerwehrinspektor des Kantons Luzern, am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Niemand verletzt

Zu grösseren Einsätzen, die teils die ganze Nacht dauerten, kam es etwa in Malters, Grosswangen, Schwarzenberg, Nottwil und Buttisholz. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Vom Regen besonders betroffen war die Gemeinde Malters. In den Quartieren Neumatt und Widacher sei als Folge des Dammbruchs Wasser in Keller, Garagen, Einstellhallen und Häuser eingedrungen, sagte Martin Limacher, Kommandant der Feuerwehr Malters-Schachen, auf Anfrage. Betroffen seien rund 20 Häuser.

Bahnlinien unterbrochen

Es standen rund 60 Feuerwehrleute in der Nacht auf Samstag im Einsatz. Die Feuerwehr hatte die Lage unter Kontrolle gebracht, war gegen Mitternacht aber noch mit dem Abpumpen von Wasser beschäftigt - unter anderem aus einer Bahnunterführung bei Schachen.

Auf der Strecke Luzern-Wolhusen kam es zu einem Gleisschaden. Mehrere Züge zwischen Luzern und Langnau BE sowie Langenthal fielen aus. Zwischen Schachen und Wolhusen verkehrten Bahnersatzbusse. Zeitweise war auch die Kantonsstrasse zwischen Malters und Schwarzenberg gesperrt.

Festivals betroffen

In der Stadt Luzern wurde auch das Rockfestival «Allmend rockt presents: Sonisphere» am Freitag mit Iron Maiden und gegen 20'000 Fans nicht vom Regen verschont. Der Regen zähmte die hartgesottenen Hardrocker im Publikum. Zu Zwischenfällen kam es laut Angaben der Polizei nicht. Nach Konzertende rückte allerdings die Feuerwehr an und pumpte Wasser vom Festivalgelände.

Der Regen hat auch die offiziellen Parkplätze für das 50. Kantonale-Bernische Jodlerfest in Steffisburg aufgeweicht. Die Veranstalter baten die Besucherinnen und Besucher heute Morgen möglichst mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen.

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