Aktualisiert 22.12.2012 12:57

SyrienRebellen drohen Christen vor Weihnachten

Sollten Christen «Assads Banden» Unterschlupf gewähren, würden ihre Städte angegriffen, warnen syrische Rebellen kurz vor Weihnachten. Derweil informiert Moskau über die C-Waffen-Vorräte in Syrien.

Die Rebellen im Kampf gegen den syrischen Präsidenten Baschar al Assad haben mit der Erstürmung zweier christlich geprägter Ortschaften im Zentrum des Landes gedroht, in denen sich Regimetruppen aufhalten sollen. Die Aufständischen hätten den Städten Mahrada und Skailbije in der Provinz Hama ein Ultimatum gestellt, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien am Samstag.

In einem von Aufständischen veröffentlichten Video droht Rebellenkommandeur Raschid Abul Fidaa den Bewohnern der Städte mit Angriffen, sollten sie «Assads Banden» nicht zum Verlassen der Ortschaften zwingen.

Rund zehn Prozent der 22 Millionen Syrer sind Christen. Sie sind nach eigenen Angaben durch die Gewalt im Land besonders gefährdet.

Assad lagert C-Waffen in Zentren

Die syrische Regierung hat nach russischen Angaben die Kontrolle über die Chemiewaffen im Land. Die syrischen Behörden hätten die C-Waffen-Vorräte «in ein oder zwei Zentren konzentriert», sagte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow.

Vorher seien die Waffen über das ganze Land verteilt gewesen, sagte Lawrow am Samstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Die syrische Führung tue alles, um die Waffen zu sichern.

Auch die USA hätten zugestanden, dass Chemiewaffen in Händen der Regierungsgegner die grösste Gefahr in Syrien seien, sagte Lawrow. Er kündigte an, dass der UNO-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi bald nach Moskau reisen werde.

Russland ist ein Partner des Machthabers Baschar al-Assad; die USA hatten Assads Sturz zum Ziel erklärt. (dapd)

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