Rebellen im Tausch gegen Geiseln

Aktualisiert

Rebellen im Tausch gegen Geiseln

Kolumbien bietet den FARC-Rebellen für eine Freilassung ihrer Geiseln die Aussetzung von Haftstrafen für inhaftierte Kämpfer an.

Besonders die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, deren Gesundheitszustand sich zuletzt stark verschlechtert haben soll, will die Regierung in Bogota freibekommen. Friedenskommissar Luis Carlos Restrepo sagte am Donnerstagabend, ein Prozess des Austausches von Gefangenen und Geiseln könne beginnen, sobald die FARC erste Geiseln freilasse.

Die sofortige Freilassung Betancourts würde ausreichen, einen humanitären Austausch in Erwägung zu ziehen, sagte Restrepo vor Journalisten. Inhaftierte FARC-Rebellen könnten dann freikommen, allerdings nur, wenn sie versprechen, sich nicht wieder den Guerilleros anzuschliessen. Die FARC kämpft seit vier Jahrzehnten gegen die kolumbianische Staatsmacht und finanziert sich in erster Linie über Drogengeschäfte und Geiselnahmen.

Betancourt ist nach kolumbianischen Angaben schwer erkrankt. Mehr als sechs Jahre nach der Entführung verschlechtere sich ihr Gesundheitszustand rapide, hiess es am Donnerstag in Bogota. Die Rebellen hätten sie im Februar sogar in eine öffentliche Klinik im Süden des Landes gebracht. Es werde vermutet, dass Betancourt unter unter anderem an Hepatitis B leide. Die Guerillaorganisation FARC hatte Betancourt 2002 entführt und fordert für ihre und die Freilassung weiterer Geiseln im Austausch die Freiheit für mehrere hundert inhaftierte Guerilleros. (dapd)

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