Rebellen in Oaxaca für neue Verhandlungen
Aktualisiert

Rebellen in Oaxaca für neue Verhandlungen

Die Rebellenbewegung in der mexikanischen Stadt Oaxaca hat die Regierung zu neuen Verhandlungen aufgefordert.

«Sie haben uns nicht besiegt», sagte Adolfo Lopez von der Volksversammlung von Oaxaca (APPO) am Montag vor Journalisten. Die Rebellen fordern die Ablösung von Gouverneur Ulises Ruiz, dem sie Wahlbetrug und Unterdrückung von Dissidenten vorwerfen. Die Verhandlungen darüber waren Ende Oktober nach der Entsendung der Bundespolizei nach Oaxaca abgebrochen worden.

Unterdessen verlegten die Behörden 141 bei Unruhen in Oaxaca verhaftete Personen in ein weit entferntes Gefängnis. Die 107 Männer und 34 Frauen, die am Wochenende festgenommen wurden, würden als äusserst gefährlich betrachtet und seien daher nach El Rincon im nordmexikanischen Staat Nayarit gebracht worden, teilten die Bundesbehörden mit.

Bei schweren Zusammenstössen zwischen der Polizei und linksgerichteten Demonstranten wurden am Wochenende in Oaxaca mindestens 43 Menschen verletzt. Der Aufstand der APPO dauert bereits mehr als ein halbes Jahr. Zur Unterstützung der Rebellen blockierten Demonstranten am Montag eine Hauptstrasse in Mexiko-Stadt. Es kam zu Zusammenstössen mit der Polizei, drei Menschen wurden verletzt. (dapd)

Deine Meinung