Rebellen töten über 100 Zivilisten in Südsudan
Aktualisiert

Rebellen töten über 100 Zivilisten in Südsudan

Ugandische Rebellen haben über 100 Zivilisten im Süden Sudans getötet. Bei mehreren Angriffen in den vergangenen Wochen seien zudem Tausende vertrieben und zahlreiche Häuser abgebrannt worden.

Dies sagte Paul Yugusuk, Leiter der anglikanischen Kirche in der Region, am Freitag in Ugandas Hauptstadt Kampala. Die Rebellen von der LRA (Widerstandsarmee des Herrn) haben ihre Basis im Südsudan und terrorisieren von dort aus den Norden Ugandas.

«Die LRA überfällt Dörfer, weil die Rebellen Lebensmittel brauchen», sagte Yugusuk. Die sudanesische Regierung steht im Verdacht, die ugandischen Rebellen zu unterstützen.

Die LRA rekrutiert sich vor allem aus entführten Kindern, die zu Gewalttaten gezwungen werden. Die politischen Motive der etwa 18 Jahre alten Bewegung sind unklar. Die ugandische Regierung hat die LRA mehrfach bis nach Sudan verfolgt. (sda)

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