Aktualisiert 14.11.2011 22:09

StänderatRechsteiner als Wahlhelfer für Brunner?

Kandidat Toni Brunner gilt als Favorit für den zweiten Ständeratswahlgang. Für Beobachter ist klar: Nur ein Verzicht der SP kann den SVP-Chef stoppen.

von
Ilda Özalp
Ständeratskandidaten: Paul Rechsteiner (SP), Michael Hüppi (CVP) und Toni Brunner (SVP). (Key)

Ständeratskandidaten: Paul Rechsteiner (SP), Michael Hüppi (CVP) und Toni Brunner (SVP). (Key)

«Wenn Paul Rechsteiner auf seine Kandidatur verzichtet hätte, wäre dies der CVP zugutegekommen», sagt Roland Breitler, Kantonalpräsident der St. Galler BDP. Viele seiner Wähler würden dann nämlich den CVP-Kandidaten Michael Hüppi unterstützen. Den umgekehrten Fall, dass bei einem Rückzug der CVP die SP grosse Unterstützung bei Bürgerlichen fände, hält FDP-Parteisekretär Adrian Schumacher für unwahrscheinlich: «Man kann ausschliessen, dass liberale Wähler ihre Stimme für einen so weit links stehenden Politiker wie Paul Rechsteiner abgeben.»

Zumindest bei FDP-Wählern sei dies der Fall. SP-Kandidat Paul Rechsteiner hält jedoch dagegen: «Ich spüre eine riesige Unterstützung auf der Strasse, auch von Leuten, die normalerweise FDP und CVP wählen», sagt der dienstälteste Nationalrat. Von einem Rückzug hält Rechsteiner nichts: «Bei einem so schwachen und rechts stehenden CVP-Kandidaten ist mein Rückzug nicht in Frage gekommen.» Die CVP habe mit Hüppi «einen Verlegenheitskandidaten» aus dem Hut gezaubert. BDP-Mann Breitler sieht es anders: «Hüppi überzeugt uns vollauf.» Werde in zwei Wochen jedoch Toni Brunner gewählt, sei dies vor allem Paul Rechsteiners «Verdienst». Am 27. November müssen sich die St. Galler Wähler entscheiden, wen sie neben Karin Keller-Sutter in den Ständerat schicken.

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