Nach Messer-Angriff: Rechter Kandidat nimmt Wahlkampf wieder auf
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Nach Messer-AngriffRechter Kandidat nimmt Wahlkampf wieder auf

Anfang September und damit einen Monat vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien wurde Jair Bolsonaro schwer verletzt. Bald will er wieder mitmischen.

von
roy
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Der ultrarechte Populist Jair Bolsonaro gab sich in Rio de Janeiro schon vor Auszählung der Stimmen siegessicher.

Der ultrarechte Populist Jair Bolsonaro gab sich in Rio de Janeiro schon vor Auszählung der Stimmen siegessicher.

AP/leo Correa
147 Millionen Brasilianer waren aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen.

147 Millionen Brasilianer waren aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen.

AP/Ricardo Borges
Bolsonaro ging als klarer Favorit in die Stichwahl.

Bolsonaro ging als klarer Favorit in die Stichwahl.

AFP/Mauro Pimentel

Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro hat seine Rückkehr in den Wahlkampf nach einem Messerangriff angekündigt. Er wolle seine Kampagne am 12. Oktober wieder aufnehmen, sagte Bolsonaro am Freitag in einem TV-Interview. Das wäre fünf Tage nach der ersten Wahlrunde. Er werde auch an TV-Debatten vor der zweiten Wahlrunde teilnehmen können. Der 63-Jährige war Anfang September bei einem Messerangriff schwer verletzt worden. Der Täter wurde der Polizei zufolge festgenommen.

Der Ex-Soldat Bolsonaro zählt zum rechten Lager in Brasilien. Er hat die brasilianische Militärdiktatur offen gelobt und in der Vergangenheit gesagt, sie hätte mehr Menschen töten sollen. Ihm steht ein Prozess vor dem Obersten Gerichtshof bevor. Ermittler werfen ihm vor, zu Hass und Vergewaltigung aufgerufen zu haben. Er weist dies als politisch motiviert zurück.

Vertrauen der Wähler erschüttert

Die erste Runde am 7. Oktober könnte Bolsonaro neuesten Erhebungen zufolge gewinnen. Bei einer Stichwahl dürfte er aber unterliegen. Der inhaftierte Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva darf bei der Wahl für das höchste Staatsamt nicht antreten. Das oberste Wahlgericht schloss ihn wegen seiner Verurteilung wegen Korruption aus.

Keine Wahl seit der Rückkehr Brasiliens zur Demokratie vor 30 Jahren ist so schwer einzuschätzen wie diese. Zahlreiche Politiker und Geschäftsmänner stehen unter Korruptionsverdacht, viele von ihnen mussten deshalb ins Gefängnis. Das hat das Vertrauen der Wähler erschüttert. (roy/sda)

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