Baden: Rechtsextreme prügeln sich mit Polizei
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BadenRechtsextreme prügeln sich mit Polizei

Die Aargauer Kantonspolizei hat auf dem Bahnhofplatz in Baden sieben Rechtsextreme festgenommen, die Passanten angepöbelt hatten. Bei der Kontrolle der 19- bis 27-jährigen Männer kam es zu einem Handgemenge mit der Polizei, bei dem vier Beamten und drei Randalierer Schürfungen und Prellungen erlitten.

Die Gruppe der jungen Männer pöbelte laut Polizei um 15:00 Uhr auf dem Bahnhofplatz einen Schweizer mit seinen beiden dunkelhäutigen Kindern mit rassistischen Sprüchen an. Der Vater alarmierte sofort die Polizei.

Als die Stadtpolizei die Männer kontrollieren wollte, weigerten sich diese und wollten sich entfernen. Die Situation eskalierte, als eine Verstärkung der Kantonspolizei eintraf. Nach einem Handgemenge nahm die Polizei sieben Störenfriede fest. Drei Polizisten und eine Polizistin zogen sich Schürfungen und Prellungen zu. Drei Randalierer wurden ebenfalls leicht verletzt, als die Polizei Pfefferspray einsetzte.

Bei den Tätern handelt es sich laut Polizei allesamt um polizeilich bekannte Rechtsextreme. Die mehrheitlich stark Alkoholisierten wurden auf dem Polizeiposten befragt und am Abend vom Bezirksamt in Untersuchungshaft gesetzt. Die Kantonspolizei konnte ihnen die Beteiligung an der Tat nachweisen. Nach eigenen Angaben hatten sie in der Innenstadt den Polterabend eines ihrer Kollegen feiern wollen.

Wie lange die Verhafteten noch in Justigewahrsam bleiben, hänge von den Fortschritten bei den Ermittlungen ab, sagte der Aargauer Polizeisprecher Bernhard Graser heute auf Anfrage. Über die Freilassung entscheidet das Bezirksamt.

Fest steht gemäss Graser, dass es sich um Schweizer aus der Region Baden im Alter zwischen 19 und 27 Jahren handelt.

(Quelle: AP/sda)

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