Schlachtdenkmal Laupen: Rechtsradikale Feier soll verhindert werden
Publiziert

Schlachtdenkmal LaupenRechtsradikale Feier soll verhindert werden

Die rechtsradikale «Heimatbewegung» hat angekündigt, sich in Laupen erneut zur Schlachtfeier treffen zu wollen. Die Gemeinden Neuenegg und Laupen wollen den Aufmarsch nicht dulden.

von
smü/nc
Beim Schlachtdenkmal in Neuenegg soll die Gedenkfeier stattfinden.

Beim Schlachtdenkmal in Neuenegg soll die Gedenkfeier stattfinden.

1339 standen sich bei Laupen Eidgenossen und Krieger der Habsburger gegenüber – an die Schlacht erinnert heute das Schlachtdenkmal auf dem Bramberg. Anfang Juni 2013 marschierten rund 30 Anhänger der rechtsradikalen «Heimatbewegung» auf den Bramberg.

Polizei beobachtet die Lage

Ein Vertreter von «Blood&Honour» hielt eine Rede und die alte Landeshymne wurde gesungen. Die Schlacht sei für die alemmanische Bewegung «besonders interessant», weil sie sich an der heutigen Sprachgrenze abgespielt habe, schreibt die Partei national orientierter Schweizer (PNOS) auf ihrer Homepage.

Und kündigte an Anfang Juni 2014 zurückzukommen – man hoffe auf «steigende Beteiligung».

Bei den zuständigen Behörden der Gemeinden Neuenegg und Laupen ist bisher zwar kein Gesuch eingegangen – man sei aber alarmiert: «Wir wollen unseren Boden nicht für solche Anlässe zur Verfügung stellen», sagt Laupens Gemeindepräsident Urs Balsiger. Gleicher Meinung ist man in der Nachbargemeinde Neuenegg, wie Vizepräsidentin Frieda Krebs bestätigt. Die Gemeinde Laupen hat bereits Gespräche mit der Kantonspolizei geführt. «Wir haben die Situation besprochen und sind in Kontakt, damit wir reagieren können, wenn Rechtsradikale auftauchen sollten», so Balsiger. «Wir beobachten die Situation grundsätzlich. Selbstverständlich fliessen Erfahrungen aus der Vergangenheit dabei ein», sagt Kapo-Sprecher Christoph Gnägi bestätigt.

Deine Meinung