Aktualisiert 19.10.2004 20:04

Rechtsstreit um das Bier Züri-Hell

Um das Bier Züri-Hell ist ein Streit ausgebrochen. Denn das Gebräu gibts unter demselben Namen gleich zweimal.

«Diese Bieridee ist geklaut», behauptet Alfred Antonietti. Er und seine Leute haben die Marke Züri-Hell samt Grossmünster-Logo am 4. Dezember 2003 beim Institut für geistiges Eigentum hinterlegen lassen. In diesem Sommer tauchte dann plötzlich ein anderes Bier mit dem Namen Karbachers Züri-Hell und dem Zürcher Böögg auf. Hinterlegungsdatum war der 18. März 2004. «Züri-Hell ist als Marke nicht schutzfähig, weil es beschreibende Elemente enthält», erklärt Markenrechtler Matthias Bebi stellvertretend für die Brauerei Karbacher. Von einem Ideenklau könne deshalb nicht die Rede sein.

«Ich halte das für einen Racheakt», so Antonietti. «Wir gelangten ursprünglich mit unserer Idee an die Brauerei Karbacher, doch dann scheiterte das Projekt an der Umsetzung.» Aus der Bieridee ist nun ein Rechtsstreit geworden. «Ich habe ein Widerspruchsverfahren gegen den Markeneintrag von Karbacher eingeleitet», erklärt Antonietti. Nun wird geprüft, ob eine Verwechslungsgefahr besteht.

Einen Unterschied hats doch: Der Hopfen von Züri-Hell kommt aus Stammheim ZH. Das Karbacher Züri-Hell hat keinen Zürcher Hopfen drin. «Mit Zürich hat das Bier eigentlich nichts zu tun», bestätigt selbst Brauer Karbacher.

Sandra Hänni

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