Aktualisiert 19.12.2006 19:32

«Red Steel»: Wii-Shooter mit empfindlicher Steuerung

Zeitgleich mit Nintendos Wii-Konsole ist der Actiontitel «Red Steel» erschienen. Im Härtetest kann das Yakuza-Game aber nicht restlos überzeugen.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Verlobte des Helden ist von der japanischen Mafia-Organisation Yakuza entführt worden, ihr Vater wurde von denselben Schurken ermordet. Also schlüpft der Spieler in die Haut des Haudegens und mischt die Unterwelt Tokios kräftig auf.

Nichts Neues im Osten, könnte man meinen – wäre da nicht die Wii mit Wii-mote- und Nunchuck-Kontroller. Die Bewegungsempfindlichkeit der Kontrollerduos eröffnet neue Möglichkeiten, wie ein Ego-Shooter (und im Fall von «Red Steel» auch Ego-Slasher) gespielt werden kann: Die Wii-mote ist dabei die handfeste Verkörperung von Schusswaffen und Schwertern und dient ausserdem dazu, sich umzusehen. Das Nunchuck hingegen bewegt die Spielfigur, lädt die Waffe nach und hilft bei Schwertkämpfen auch zum Parieren von gegnerischen Angriffen.

Leider reagiert die Steuerung aber oft zu ungenau. Befindet sich das Zielkreuz ausserhalb des Bildschirms, kann es kostbare Zeit und Nerven kosten, bis die Gegner wieder im Visier sind. Wer sich in diesem Moment nicht in Deckung befindet, hat das virtuelle Leben schnell verspielt. Zudem vermag die Story kaum zu packen,, die Dialoge der Figuren wirken hölzern und wenig plausibel und die optische Gestaltung lässt ebenfalls Wünsche offen.

Trotzdem zeigt «Red Steel» in beeindruckender Weise, in welcher Dimension Shooter- und Hack'n'Slay-Aben-teuer in Zukunft spielen könnten.

Jan Graber

«Red Steel» für Nintendo Wii; Ubisoft.

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