Barrage-Nachwehen: Ref bedauert Penaltypfiff gegen Nordiren
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Barrage-NachwehenRef bedauert Penaltypfiff gegen Nordiren

Auch dank einem geschenkten Elfmeter hat sich die Schweiz im Barrage-Hinspiel in Belfast 1:0 durchgesetzt. Der rumänische Schiedsrichter nimmt nun Stellung.

von
fal

Nerven wie Stahl: Ricardo Rodriguez verwandelt den fragwürdigen Handspenalty in Belfast. (Video: SRF)

Für die Supporter der nordirischen Fussball-Nationalmannschaft ist das späte Geständnis aus Rumänien ein schwacher Trost. Referee Ovidiu Hategan gab gegenüber rumänischen Medien zu, dass er im Barrage-Hinspiel in Belfast zu unrecht einen Handspenalty gegen Gastgeber Nordirland gepfiffen hat. Corry Evans hatte einen Abschlussversuch von Xherdan Shaqiri mit der rechten Schulter abgeblockt. «Es war ein trauriger und unangenehmer Moment für mich, weil ich diesen Fehler gemacht habe», gestand der Schiedsrichter, wie bbc.comschreibt.

Der für Nordirland fatale Penaltypfiff – eher der «göttliche» für die Schweiz – hat durchaus Folgen für den Rumänen und seine Laufbahn. Denn Hategan gehört nicht zum Kreis der 36 Fifa-Schiedsrichter für die WM-Endrunde 2018 in Russland. Immerhin ist er als sogenannter Video-Ref nominiert worden. «Was im Playoff-Spiel passierte, hat bestimmt einen grossen Einfluss auf die Selektion gehabt», glaubt Hategan.

Im Blickpunkt wie der Goalie

Die Szene sei kein Geheimnis gewesen, und er verstecke sich nicht hinter Wörtern. «In unserer Welt gilt für die Schiedsrichter das gleiche wie für die Torhüter: Jeder kann den Fehler sehen.» Er sei mit sich aber wieder im Reinen, er sei ein starker Mann und die Familie sei für ihn immer dagewesen, erklärte der Rumäne weiter.

Für die Schweizer Fans wird diese Ehrlichkeit aus Osteuropa letztlich wohl egal sein: Ricardo Rodriguez verwandelte den Handspenalty souverän und stiess so das Tor zur WM für das Petkovic-Team auf.

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