Referendum gegen Gestaltungplan «Stadtraum HB»

Aktualisiert

Referendum gegen Gestaltungplan «Stadtraum HB»

Nachdem das Projekt Eurogate gescheitert war, lag die Planung für das Gebiet Sihlpost lange brach. Mit dem neuen Gestaltungsplan «Stadtraum HB» sollen 8000 Arbeitsplätze und 400 Wohnungen auf dem Gebiet der heutigen Sihlpost entstehen.

Für das grosse Grundstück hinter der Sihlpost zwischen der Lagerstrasse und dem Gleisareal der SBB bis zur Langstrasse, das heute noch mit Anlagen von SBB und Post belegt und öffentlich nicht zugänglich ist, werden die Vorgaben für eine künftige Überbauung festgelegt.

Die Befürworter des Projekts erhoffen sich vom Gestaltungplan «Stadtraum HB» eine Öffnung des Hauptbahnhofs zum Kreis 4. Nicht nur für Fussgänger werde eine kürzere Verbindung geschaffen, auch baulich sollen die geplanten Bauten die beiden Quartiere verbinden. Eine verkehrsarme Allee soll das Rückgrat des neuen Quartiers bilden und «zusammen mit dem aufgewerteten Flussraum der Sihl hohe Aufenthalts- und Erholungsqualität im unmittelbaren Umfeld» bringen.

Das Entwicklungsprojekt ist Resultat einer Zusammenarbeit der SBB mit der Post und der Stadt Zürich.

Zu viele Büros, zu wenig Wohnungen

Das parteipolitisch ungebundene Referendumskomitee «Stadtraum HB vors-volk» hat am 24. Februar 2006 das Referendum gegen den Privaten Gestaltungsplan «Stadtraum HB Zürich» ergriffen; das Referendum kam im März zustande.

Das Referendumskomitee ist nicht gegen eine Überbauung der SBB-Areale am Rand des Gleisfeldes. Es kritisiert aber die «extrem hohe Bebauungsdichte» (557% – mehr als doppelt soviel, wie die geltende 5- bis 7-geschossige Zentrumszone gemäss Zürcher Bau- und Zonenordnung bisher erlaube), findet das Wohnungsangebot (8000 Büroplätze bei nur 400 Wohnungen) unbefriedigend und bemängelt die «monotone Bebauungsart, welche eine bedrohliche Büro-Einöde wie in Zürich Nord erwarten lässt.»

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