Referendum gegen neue Baulinie im Kreis 4
Aktualisiert

Referendum gegen neue Baulinie im Kreis 4

Das Referendumskomitee gegen die Verkehrsschneise Neufrankengasse in Zürich hat 2467 Stimmen der Stadtverwaltung übergeben. Es wendet sich gegen eine Baulinienrevision, die der Gemeinderat im März beschlossen hatte.

Heute ist die nach der SBB-Unterführung von der Langstrasse abzweigende Neufrankengasse eine schmale, einspurige Strasse. Sie soll nach dem Willen des Stadtparlamentes jedoch verbreitert werden, damit allenfalls ein Tramprojekt realisiert werden kann.

Die Baulinie sieht für die neue Verbindung entlang der Bahngeleise eine Breite von bis zu 30 Metern vor. Deshalb müssten bis zu 20 Wohnhäuser abgerissen werden. Zudem geht das Komitee von Landerwerbsentschädigungen von 69 Millionen Franken aus.

Das Referendumskomitee besteht aus Vertretern der Alternativen Liste (AL) und Quartierbewohnern. Es wendet sich gegen eine «Kahlschlagsanierung und Schickimickisierung des Langstrassequartiers», wie es am Montag mitteilte. Zudem ist es «gegen eine Verkehrsplanung aus dem letzten Jahrhundert».

Die VBZ behandelten das 363 Millionen Franken teure Tramprojekt wegen des schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnisses und grosser Trasseeprobleme denn auch nicht mehr prioritär. In der VBZ-Planung bis 2025 ist das Tram (Tramlinie 1) daher nicht vorgesehen.

(sda)

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