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Im Krieg verwundetRega fliegt US-Soldaten aus Krisengebiet

Brisanter Nebenerwerb: Die Rega transportiert für die US-Armee verwundete Soldaten aus Irak und Afghanistan auf eine Armee-Basis in Deutschland.

von
am/feb
Ambulanzjets der Rega haben in den letzten zwei Jahren mehrmals verletzte US-Soldaten nach Deutschland ausgeflogen.

Ambulanzjets der Rega haben in den letzten zwei Jahren mehrmals verletzte US-Soldaten nach Deutschland ausgeflogen.

Rega-Flugzeuge im Spezial-Einsatz: Challenger-Jets der Schweizerischen Rettungsflugwacht landeten in den letzten zwei Jahren mindestens 17 Mal auf der grössten Basis der US-Army ausserhalb der USA - in Ramstein in Deutschland. An Bord: verletzte US-Soldaten aus dem Irak und Afghanistan, wie die «Handelszeitung» in einem Vorabbericht schreibt.

Ob Kabul oder Bagdad: Von wo genau die Rega-Jets in den Krisenregionen abheben, will die Rega nicht sagen. Ganz ungefährlich sind die Einsätze nicht. Rega-Kommunikationschef Sascha Hardegger betont gegenüber 20 Minuten Online: «Wir klären die Sicherheitslage vor Ort immer genau ab. Es muss ein vertretbares Risiko sein, sonst fliegen wir nicht.» Er bekräftigt, dass es sich bei den Flügen um humanitäre Flüge zu Gunsten verletzter oder kranker Menschen und nicht um irgendwelche Kriegseinsätze handle.

Die Rega verdient an den verletzten US-Soldaten aber durchaus Geld: Durch solche Flüge - vor allem im Auftrag internationaler Versicherungen - erwirtschafte die Rega einen Deckungsbeitrag, so Hardegger weiter. «Andererseits erhöhen diese Einsätze auch das operationelle und medizinische Know-how.» Somit kämen diese Einsätze indirekt auch der Schweizer Bevölkerung zugute.

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