Uri/Schwyz: Rega rettet Biker und zwei Canyoning-Sportler
Aktualisiert

Uri/SchwyzRega rettet Biker und zwei Canyoning-Sportler

Rund 75 Mal standen die Helikopter der Rega über Pfingsten im Einsatz. Bei zwei Einsätzen in der Innerschweiz wurde die Rettung durch Transportkabel erschwert.

von
Daniela Gigor
Die Rega hat am Pfingstmontag einen 14-jährigen Mountainbiker gerettet, der in Riemenstalden gestürzt war.

Die Rega hat am Pfingstmontag einen 14-jährigen Mountainbiker gerettet, der in Riemenstalden gestürzt war.

Rega

In rund einem Drittel der 75 Einsätze wurde die Rega für die Rettung von verunfallten Freizeitsportlern aufgeboten: Unter anderem Mountainbiker, Gleitschirmpiloten, Motorradfahrer, Wanderer, Kletterer und Canyoning-Sportler benötigten die schnelle, medizinische Hilfe aus der Luft, teilte die Rega am Montag mit.

Am Samstagnachmittag etwa alarmierten zwei Canyoning-Sportler die Rega: «Sie waren in einer Schlucht in der Nähe von Unterschächen (UR) blockiert, nachdem sie sich über einen Wasserfall abgeseilt hatten und das Seil derart unglücklich verklemmt war, dass sie weder auf- noch absteigen konnten», schreibt die Rega. Beim Anflug auf den Einsatzort entdeckte die Crew ein Transportkabel, das über die Schlucht führte und laut Rega in keiner Karte eingezeichnet war. Nach einem Rekognoszierungsflug, in dem die exakte Lage des Kabels verifiziert worden sei, habe die Crew die eigentliche Rettungsaktion gestartet: «Über der Schlucht schwebend konnte der Bergretter vom Helikopter zu den zwei blockierten, aber unverletzten Canyoning-Sportlern heruntergelassen werden. Schliesslich konnte einer nach dem anderen an der Rettungswinde aus der Schlucht geflogen werden.»

Landung neben Bachbett für verunfallten Mountainbiker

Auch bei einem zweiten Einsatz in der Innerschweiz habe sich die Rettung aufgrund von Transportkabeln als schwierig gestaltet: In einem Tobel in der Gegend von Riemenstalden (SZ) war am

Pfingstmontag ein 14-jähriger Mountainbiker gestürzt. Die genaue Position der Transportkabel in der Nähe hätte zuerst von der Rega-Crew aus Erstfeld lokalisiert werden müssen, bis ein sicherer

Landeplatz neben dem Bachbett gefunden worden sei. Der verunfallte Mountainbiker konnte anschliessend ärztlich versorgt- und mit mittelschweren Kopfverletzungen in ein Spital geflogen

werden.

Transportkabel sind eine grosse Gefahr für Piloten

Luftfahrthindernisse wie Kabel und Transportseile bedeuten für Helikopterpiloten eine grosse Gefahr, warnt die Rega. «Sie können zu schweren Beschädigungen und schlimmstenfalls zum Absturz des Helikopters führen.» Insbesondere Kabel und Transportseile in Bodennähe, also mit weniger als 25 Meter Abstand zum Boden, würden ein ernsthaftes Problem darstellen. Für diese Kabel bestehe keine Bewilligung- oder Meldepflicht, folglich erscheinen sie in keiner Datenbank. Die Rega arbeitet aber daran, auch alle tiefliegenden, nicht meldepflichtigen Luftfahrthindernisse zu erfassen und ruft deshalb regelmässig auch Privatpersonen zur Meldung auf.

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