Einsatz in der Pandemie: Rega transportierte letztes Jahr 456 Corona-Patienten
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Einsatz in der PandemieRega transportierte letztes Jahr 456 Corona-Patienten

Die Rettungsflugwacht flog 2020 insgesamt weniger Einsätze, spielte dafür eine entscheidende Rolle in den Spitalverlegungen von Corona-Patienten.

von
Reto Heimann
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Die Rega flog im Jahr 2020 16’273 Einsätze.

Die Rega flog im Jahr 2020 16’273 Einsätze.

François Melillo / 20minutes.ch
Das sind drei Prozent weniger als noch 2019.

Das sind drei Prozent weniger als noch 2019.

François Melillo / 20minutes.ch
Dafür nahmen die Spitalverlegungen um fast zehn Prozent zu.

Dafür nahmen die Spitalverlegungen um fast zehn Prozent zu.

François Melillo / 20minutes.ch

Darum gehts

  • Die Rega flog 2020 weniger Einsätze, organisierte dafür mehr Spitalverlegungen als 2019.

  • Insgesamt wurden 2614 Menschen von einen Spital ins andere geflogen, 456 davon waren Patienten mit einer Corona-Infektion.

  • 3,625 Millionen Menschen haben aktuell die Rega-Mitgliedschaft.

Die Rega veröffentlicht ihre Einsatzbilanz 2020. Sie organisierte im letzten Jahr 16’273 Einsätze. Das entspricht einem Minus von drei Prozent im Vergleich zu 2019. Grund dafür sei nicht zuletzt eine Abnahme der internationalen Rettungsflüge, schreibt die Rega in einer Mitteilung.

«Im Jahr 2020 kam die internationale Reisetätigkeit aufgrund der Corona-Pandemie fast vollständig zum Erliegen», so die Rega. Darum brachen die Flüge, bei denen Patientinnen und Patienten aus dem Ausland in die Heimat zurückgeflogen wurden, um über 40 Prozent ein.

Eine deutliche Zunahme verzeichnete die Rega dafür bei den Spitalverlegungen im Inland. 2614 Menschen wurden von einem Spital ins andere geflogen, was einer Zunahme um fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Mitverantwortlich dafür sind die Corona-Patienten, die aufgrund von Überbelegungen vom einen zum anderen Spital transportiert werden mussten. 456 solcher Flüge führte die Rega 2020 durch – 316 im Helikopter, weitere 140 in einem Ambulanzjet.

Auch sonst unterstützte die Rega den Bund in der Pandemiebekämpfung: «Unter anderem koordiniert die Rega-Einsatzzentrale die Auslastung der Intensivstationen als nationale Koordinationsstelle und unterstützt damit die Schweizer Spitäler», so die Rega.

Die weiteren Zahlen aus dem Einsatzbericht der Rega findest du in der Bildstrecke unten:

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Die Rega flog 2020 insgesamt 13’253 Flüge, die von der Helikopter-Einsatzzentrale koordiniert wurden.

Die Rega flog 2020 insgesamt 13’253 Flüge, die von der Helikopter-Einsatzzentrale koordiniert wurden.

François Melillo / 20minutes.ch
Das sind acht Prozent mehr als 2019.

Das sind acht Prozent mehr als 2019.

François Melillo / 20minutes.ch
Dabei betreute die Rega im Jahr 2020 11’134 Patienten und Patientinnen – fast gleich viel wie letztes Jahr.

Dabei betreute die Rega im Jahr 2020 11’134 Patienten und Patientinnen – fast gleich viel wie letztes Jahr.

François Melillo / 20minutes.ch

Deine Meinung

30 Kommentare
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Lebelustig

11.02.2021, 12:17

Alles gut und recht! Wäre es dann nicht angebracht dass man alle Helis die Kranke und Verletzte transportieren, unter den gleichen Vertrag nimmt? Ist es in Ordnung, dass, wie der Schaffhauserfall aufzeigt, nicht die Rega kommt sondern eine andere HeliFirma, bei der dann Patienten einfach 5000.- sFr. aus den eigenen Sack zahlen müssen???? Nur weil Rega schon im Einsatz ist!! Einmal war Rega für die Schwerverletzten und sehr dringende Fälle und wenn absolut nicht anders transportiert werden konnte! Liebe Leute das Gesundheitswesen wir seit 2 Jahrzehnten nicht mehr verwaltet sondern gemanagte!! Liebe Investoren und Firmeninhaber nur im Gesundheitswesen kann man noch ganz viel Kohle machen!

hoffentlich händs die Helis

11.02.2021, 11:20

jedes Mal hinterher desinfiziert, weischt scho, von wege die Ansteckung da.

Nichtssagend

11.02.2021, 11:18

Wenn jeder Verunfallte mit positivem PCR-Test als Coronapatient gilt, sagen diese Zahlen genau nichts aus. Aber Hauptsache, Corona ist präsent.