Aktualisiert 23.06.2017 09:36

Pro-ArgumentRegelmässiger Sex hält das Gehirn auf Trab

Es gibt viele Gründe für Sex. Forscher liefern nun einen weiteren guten Grund.

von
chk
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Nicht nur in jungen Jahren, auch im Alter lohnt sich Sex. So berichten Forscher, dass regelmässiger Geschlechtsverkehr ab 50 Jahren das Gehirn jung hält.

Nicht nur in jungen Jahren, auch im Alter lohnt sich Sex. So berichten Forscher, dass regelmässiger Geschlechtsverkehr ab 50 Jahren das Gehirn jung hält.

iStock/Jacob Ammentorp Lund
Lust aufeinander zu haben, ist ein schönes Gefühl. Laut Forschern des Imperial College in London spielt dabei auch das Hormon Kisspeptin eine Rolle.

Lust aufeinander zu haben, ist ein schönes Gefühl. Laut Forschern des Imperial College in London spielt dabei auch das Hormon Kisspeptin eine Rolle.

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Ihre Studie hat gezeigt, dass beim Vorhandensein von Kisspeptin im limbischen System des Gehirns, unserem Emotionszentrum, intensivere Reaktionen hervorgerufen werden (links), als wenn es nicht vorhanden ist (rechts) – ...

Ihre Studie hat gezeigt, dass beim Vorhandensein von Kisspeptin im limbischen System des Gehirns, unserem Emotionszentrum, intensivere Reaktionen hervorgerufen werden (links), als wenn es nicht vorhanden ist (rechts) – ...

Waljit Dhillo et al.

Beschäftigungen wie Kreuzworträtsel und Sudoku gelten als gute Gedächtnistrainer. Aber auch regelmässiger Sex in der zweiten Lebenshälfte regt laut einer britischen Studie die Gehirnfunktion an.

Wissenschaftler der Universitäten Oxford und Coventry fragten für ihre Untersuchung 28 Männer und 45 Frauen im Alter zwischen 50 und 83 Jahren, ob sie wöchentlich, monatlich oder nie Sex hätten. Diejenigen, die mindestens einmal pro Woche Sex hatten, schnitten bei Tests besser ab.

Mehr Sprachkompetenz dank Sex

Laut der im Fachblatt «Journals of Gerontology» veröffentlichten Studie hatten die Teilnehmer mit häufigem Geschlechtsverkehr eine höhere Sprachkompetenz als die sexuell eher passiven Teilnehmer. Auch konnten die Aktiveren besser ein komplexes Bild abmalen und aus dem Gedächtnis ein Ziffernblatt nachzeichnen.

«Es ist möglich, dass eine grössere Häufigkeit sexueller Aktivität mit besseren kognitiven Fähigkeiten zusammenhängt», heisst es in der Studie. «Die Leute mögen nicht daran denken, dass ältere Leute Sex haben», erklärte die Leiterin des Forscherteams, Hayley Wright. «Aber wir müssen diese Haltung ändern und an die sozialen Auswirkungen denken, die sexuelle Aktivität für Menschen ab 50 haben kann.»

Die Forscher wollen nun die biologische Ursache des von ihnen festgestellten Zusammenhangs ergründen. So wollen sie herausfinden, ob Hormone wie Dopamin und Oxytocin den Zusammenhang zwischen sexuellen Aktivitäten und der Gehirnfunktion beeinflussen. (chk/sda)

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