Strommarkt: Regelstrom kostet mehr

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StrommarktRegelstrom kostet mehr

Der Strom, den es braucht, um das Schweizer Elektrizitätsnetz stabil zu halten, kostet mehr als angenommen.

swissgrid als Betreiberin des Höchstspannungsnetzes verrechnet im ersten Quartal 2009 den Kraftwerken statt 0,45 neu 0,8 Rappen pro Kilowattstunde.

Der Preis für den Regelstrom, der zur Stabilisierung des Netzes und zum Schutz vor Blackouts gebraucht wird, wird durch die Strombörse bestimmt. Swissgrid-Chef Pierre-Alain Graf sagte am Freitag in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens, der Preis sei in den letzten zwei, drei Monaten gestiegen.

Swissgrid verrechnet den grösseren Kraftwerken deshalb mehr Kosten für Systemdienstleistungen. Es gehe um zusätzliche 0,35 Rappen pro Kilowattstunde, sagte swissgrid-Sprecher Thomas Hegglin gegenüber der SDA. Wie viel effektiv nachgezahlt werden muss, konnte er nicht beziffern.

Die Anpassung werde in Absprache mit der Elektrizitätskommission (ElCom) vorgenommen und gelte für das erste Quartal 2009, sagte Hegglin. Ob der Preis für den Regelstrom auch für das übrige Jahr erhöht werden müsse, hänge von der Entwicklung der Preise ab. Swissgrid ergreife Massnahmen, um die Kosten zu senken.

ElCom: Unter Umständen für Kunden spürbar

Die ElCom ihrerseits schliesst nicht aus, dass auch die Stromkunden die Erhöhung spüren. «Unter Umständen haben die Konsumenten Mehrkosten», sagte Renato Tami, Geschäftsführer der ElCom, im «Tagesschau»-Beitrag.

Es gehe um die Versorgungssicherheit, stellte er klar. Die ElCom müsse für günstige Strompreise sorgen, aber auch dafür, dass die sichere Versorgung mit Elektrizität gewährleistet sei.

(sda)

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