Sturmtief Antonia – Windspitze mit 164 km/h gemessen – und es wird noch stürmischer
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Sturmtief AntoniaWindspitze mit 164 km/h gemessen – und es wird noch stürmischer

Die Kaltfront von Sturmtief Antonia erreicht die Schweiz. Damit kommt es zu den höchsten Windspitzen. Die Meteorologen mahnen zur Vorsicht auf dem Arbeitsweg. Es gilt die Warnstufe 3.

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Auf dem Säntis bläst es kräftig: Sturmtief Antonia bringt Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von über 140 km/h. Die stärkste gemessene Böe wehte auf dem Chasseral mit 164 km/h.

Auf dem Säntis bläst es kräftig: Sturmtief Antonia bringt Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von über 140 km/h. Die stärkste gemessene Böe wehte auf dem Chasseral mit 164 km/h.

20min/News-Scout
Am Sonntagabend entwickelte das Sturmtief Antonia immer mehr Kraft. Die stärksten Winde werden für den frühen Montagmorgen erwartet.

Am Sonntagabend entwickelte das Sturmtief Antonia immer mehr Kraft. Die stärksten Winde werden für den frühen Montagmorgen erwartet.

Screenshot/Twitter
In der Schweiz wird vor Unwettern gewarnt.

In der Schweiz wird vor Unwettern gewarnt.

Meteo Schweiz

Darum gehts 

Das Sturmtief Antonia hat die Schweiz erreicht. Von den Benelux-Staaten ist es über Deutschland in den Süden gezogen – begleitet von Blitz, Donner und kräftigen Winden. Mit dem Durchzug der Kaltfront werden auch die höchsten Windspitzen erreicht. Meteonews mahnt zur Vorsicht auf dem Arbeitsweg.

Die stärkste Böe wurde bisher auf dem Chasseral im Berner Jura registriert, wo der Wind bis zu 164 Stundenkilometer erreichte. 

Auf dem Säntis wurden Spitzen von 147, auf dem Pilatus von 133 und auf dem Napf von 117 Stundenkilometern gemessen, wie Meteonews auf Twitter schreibt. Im Flachland wurden auf dem Uetliberg 115 Stundenkilometer erreicht.

Wie Meteonews in einem weiteren Tweet kurz nach 22.30 Uhr am Sonntag schreibt, dürften die Windgeschwindigkeiten am Montagmorgen ihren Höhepunkt erreichen. SRF Meteo erwartet die stärksten Effekte des Sturmtiefs zwischen vier und acht Uhr am Montagmorgen.

Gemäss MeteoSchweiz sind nebst den starken Winden in den Morgenstunden auch vereinzelt Gewitter möglich.

Nach Zeynep kommt Antonia

Der Orkan Zeynep (int. Eunice) hatte in den letzten Tagen in Teilen Nordeuropas grosse Auswirkungen: Flugzeuge landeten und starteten in England mit grossen Schwierigkeiten, der öffentliche Verkehr fuhr im Norden Deutschlands nur eingeschränkt und in der Region Hamburg starben zwei Autofahrer, weil sie unterwegs von umfallenden Bäumen getroffen wurden. Zeynep streifte die Schweiz nur am Rande, der Freitag war vor allem in der Nordostschweiz schon beinahe frühlingshaft warm.

Der Südwest- bis Westwind frischt am Sonntag die Gesichter im Freien wieder auf, die Temperaturen dürften sich – bei einem wolkigen Himmel tagsüber – zwischen drei und zehn Grad bewegen. In der Nacht von Sonntag auf Montag legt der Wind an Stärke zu und der Sturm Antonia trifft das gesamte Mittelland. Das Windmaximum wird in der Nacht und am frühen Montagmorgen erwartet.

Sturmböen kombiniert mit Regen

In den Niederungen wird der Wind mit 70 bis 100 Stundenkilometern um die Häuser wehen, oberhalb von 1400 Meter über Meer werden Böen bis 120 km/h erwartet und oberhalb von 2000 Meter Sturmwinde bis 150 km/h. 

Laut Klaus Marquardt von Meteonews gesellt sich zum Sturm Antonia am Montagmorgen auch noch Niederschlag. Dann dürfte es gleichzeitig zu den heftigen Winden auch noch kräftig regnen. Und die Niederschlagsgrenze fällt auf 600 bis 800 Meter über Meer. In den höheren Lagen der Voralpen und den Alpen wird stellenweise über 50 Zentimeter Neuschnee erwartet, wie Meteonews schreibt.

Wie schon in den letzten Tagen wird die Schweiz von den grossen Sturmtiefs «gestreift». Das Zentrum von Antonia wird weiter nördlich liegen und somit den Norden Deutschlands und die Benelux-Staaten stärker treffen als uns.

My 20 Minuten

(roa/chk)

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