Aktualisiert 01.08.2006 21:58

Regen war nur Tropfen auf den heissen Stein

Die Hitzeperiode ist vorbei, doch die Berner Bauern sind noch nicht aus dem Schneider. Der Regen war nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Für die Schweine reichte der Regen der letzten Tage: Vergnügt suhlen sie sich im feuchten Pflotsch. Die Bauern hingegen bangen weiter: «Die paar Tropfen haben den Staub angefeuchtet, mehr nicht», sagt Jakob Wettstein, Präsident der Gemüsebauernvereinigung Bern und Freiburg. «Wenn man mit dem kleinen Finger chräbelet, ist es noch extrem trocken.» Die Gemüsebauern sind eingerichtet und können ihr Land bewässern. Auf mehr Regen hoffen sie trotzdem inständig. Wettstein: «Es würde uns von Arbeit entlasten.»

Noch prekärer ist die Situation auf den Kornfeldern: «Hier sollte nun die neue Saat keimen, aber dafür braucht es dringend Regen», sagt Landwirt Martin Jöhr aus Oberwangen. Besonders gemein: Die 6 Millimeter Niederschlag der letzten Tage reichen gerade aus, dass die Pflanzen die Köpfe aus der Erde strecken. Bleibt es in den kommenden Tagen trocken, verdorren die Minipflänzchen sofort.

Andrea Abbühl

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