Zürich, Freitag 9.1.: Reggae Is Alive
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Zürich, Freitag 9.1.Reggae Is Alive

Steve Barrow, DJ und Reggae-Fachmann von Weltruf, legt in Zürich einzigartige Dub-Perlen auf.

Er ist ein Meister seines Fachs: Der Engländer Steve Barrow hat sich

so intensiv wie kein anderer mit der Geschichte des Reggae und seiner Derivate wie Dub auseinander gesetzt.

So veröffentlichte er 2001 mit «The Rough Guide to Reggae» das Genre-Standardwerk schlechthin. Wem die fast 500 Buchseiten zu viel sind, kann die Geschichte auch hören: Bereits 1993 veröffentlichte Barrow die Vierer-CD-Box «Tougher than Tough. The Story of Jamaican Music». Darauf bietet er

einen Überblick über die jamaikanische

Musik von 1958 bis 1993.

In der Szene machte sich der mittlerweile angegraute Barrow vor allem mit seinem Label Blood & Fire einen Namen, auf dem er verloren geglaubte oder gar nicht erst veröffentlichte Preziosen des Reggae neu herausgibt. «Ziel dabei ist, die Qualität von wiederveröffentlichtem Reggae auf den Standard von Jazz oder Blues zu heben», erklärt Barrow. «Das Problem ist, dass die meisten Compilations von Leuten mit mangelnden Kenntnissen zusammengestellt werden. So finden sich seltsamerweise UB40 zusammen mit Desmond Dekker auf derselben CD.»

Barrow begegnete Reggae zum ersten Mal 1968. Heute vertritt er die These, dass Reggae einen Grossteil der aktuellen Musik entscheidend beeinflusste: «Jamaikaner waren in den Sechzigern die ersten, die zu Rhythmus-Tracks gerappt haben.» Den Beweis dafür tritt Barrow mit seinem Set am Freitag an.

Date: Freitag, 9. Januar, 23 Uhr, Toni-Molkerei, Förrlibuckstrasse 109, Zürich.

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