AKW-Ja: Regierung bringt Parteispitzen auf die Palme
Aktualisiert

AKW-JaRegierung bringt Parteispitzen auf die Palme

Schelte für die Regierung: Nach dem Ja zum AKW-Standort Mühleberg klopfen SP und Grüne ihren Regierungsräten jetzt hart auf die Finger.

von
Nina Jecker

Wegen ihrer Pro-Mühleberg-Haltung gerät die rot-grüne Regierung des Kantons Bern zunehmend unter Druck. Nach Anti-AKW-Gruppierungen und den kantonalen Parteien pfeifen jetzt auch die Mutterparteien ihre Schäfchen im Regierungsrat zurück.

Die Haltung der Regierung sei «unverständlich», sagt etwa SP-Schweiz-Präsident Christian Levrat im Interview mit der «SonntagsZeitung». Er fordert eine Aussprache mit den beiden SP-Regierungsräten Barbara Egger und Andreas Rickenbacher. Diese können den Wirbel nicht ganz verstehen: «Grundsätzlich ist die Regierung weiterhin gegen Atomkraft», betonen sie.

Einen Rüffel musste auch Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) einstecken: «Ich erwarte von Herrn Pulver, dass er die klare Anti-AKW-Haltung der Partei vertritt», so der Präsident der Grünen, Ueli Leuenberger.

Krebst der Kanton Bern trotzdem nicht zurück, kämpfen weiterhin drei Kantone um zwei Kraftwerke. Ein Deal unter den Konkurrenten soll laut der «SonntagsZeitung» jetzt bei der Einigung helfen. Wer leer ausgeht, bekommt demnach einen Teil der Steuereinnahmen der andern.

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