Luzern: Regierung gegen Ausnahmeregelung

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LuzernRegierung gegen Ausnahmeregelung

Die Luzerner Regierung will die Kindersitz-Pflicht im Auto für Kinder bis zu 12 Jahren oder bis zu 1,50 Meter Körpergrösse nicht erneut hinterfragen.

Sie lehnt eine Motion ab, die verlangt, eine Kantonsinitiative einzureichen, um für Vereine eine Ausnahmeregelung zu erlangen.

Da die Kindersitz-Pflicht auf den 1. April 2010 in Kraft getreten sei, erachte er es als zu spät, nun noch eine Kantonsinitiative einzureichen, schreibt der Luzerner Regierungsrat in der am Montag veröffentlichten Antwort auf die Motion von Kantonsrat Urs Dickerhof (SVP).

Eine erneute Hinterfragung der Regelung würde die Unsicherheit bei den Betroffenen für die Umsetzung massiv erhöhen, heisst es weiter. Zudem unterstütze die Regierung die Erhöhung der Sicherheit für mitfahrende Kinder in Fahrzeugen aller Art und teile die Bedenken des Motionärs nicht, wonach die Neuerungen nicht umgesetzt werden können.

Es sei ihr aber bewusst, dass die Umsetzung einen zusätzlichen Aufwand mit sich bringe und insbesondere beim Schülertransport und bei den Sportvereinen neue Lösungen verlange, schreibt die Regierung weiter. Die höhere Gewichtung der gesteigerten Sicherheit gegenüber den zu erwartenden Zusatzkosten sei aber vertretbar. (sda)

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