Aktualisiert 03.11.2009 12:19

SIL-VernehmlassungRegierung: Gekröpfter Nordanflug bleibt Variante

Der Zürcher Regierungsrat steht den im Entwurf zum SIL-Schlussbericht enthaltenen drei Betriebsvarianten am Flughafen Zürich «grundsätzlich positiv gegenüber». Vorbehalte bringt er dagegen bei der konkreten Umsetzung an.

Bei der Beurteilung stützte sich die Regierung auf die im Jahr 2004 festgelegten Grundsätze in der Zürcher Flughafenpolitik, wie sie am Dienstag mitteilte. Als weitere Entscheidunghilfe dienten die Gespräche, welche der Regierungsrat im September mit Gemeinden und rgerorganisationen führte.

In seiner Vernehmlassungsantwort bekräftigt der Regierungsrat seine Forderung, den Flugbetrieb grundsätzlich nach Norden auszurichten. Die Betriebsvariante «E optimiert», die sich nicht an die deutschen Sperrzeiten hält, optimiere die betrieblichen und lärmmässigen Anforderungen auf dem bestehenden Pistensystem, heisst es.

Die bei dieser Variante vorgesehenen Südanflüge stelle der Regierungsrat zwar «nicht grundsätzlich in Abrede». Allerdings müssten rasch verbindliche Kriterien festgelegt werden, unter welchen Bedingungen Südanflüge unumgänglich sind.

Für den «Gekröpften»

Vorbehaltlos unterstützt wird die Variante «E DVO», falls die von Deutschland verfügten Sperrzeiten für die Benützung des deutschen Luftraums auch künftig eingehalten werden müssen. Für diesen Fall setzt die Zürcher Regierung auf die Entwicklung satellitengestützter Anflugverfahren, dabei solle auch der gekröpfte Nordanflug als Variante berücksichtigt werden.

Als «grosse Chance für zukünftige Lärmoptimierungen» wird die Variante «J optimiert» bezeichnet, die die Verlängerung der Piste 28 nach Westen und der Piste 32 nach Norden voraussetzt. Voraussetzung sei allerdings, dass mit Deutschland eine langfristig tragfähige Lösung vereinbart werde, die auch für die Zürcher Bevölkerung befriedigend sei.

Nichts hält die Regierung schliesslich von den im Bericht erwähnten Südstarts während der Hauptverkehrszeiten. Das Gleiche gilt für Südstarts bei der Variante «E optimiert» zum Abbau von Verspätungen im Falle von Bise und Nebel, solange regelmässig Südanflüge stattfinden.

Finden hingegen keine regelmässigen Südanflüge statt, könne die Regierung einer solchen Massnahme zum Abbau von Verspätungen jedoch zustimmen, hält sie fest.

(sda)

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