Aktualisiert 03.02.2005 22:50

Regierung legt sich für die Erlenmatt ins Zeug

Der Kampf um die Überbauung Erlenmatt geht in die Endphase: Die Regierung ging gestern auf Stimmenfang. Entschieden wird am 27. Februar.

Am Projekt Erlenmatt, dem geplanten neuen Stadtquartier mit 700 Wohnungen, Gewerbe und einem 50 000 Quadratmeter grossen Park, scheiden sich die Geister. Während – jeweils mit Ausnahmen – die Mitte-bis-links-Parteien dafür sind, wehren sich die Mitte-bis-rechts-Parteien vehement gegen die Überbauung.

Gestern hat die Regierung die Vorlage nochmals dezidiert unterstützt. «Ein Nein wäre verheerend», sagte Regierungspräsident Ralph Lewin. «Bei einem Nein würde dort auf lange Jahre hinaus gar nichts passieren», ergänzte Baudirektorin Barbara Schneider. Die Besitzerin und Projektpartnerin Vivico könne sich dann zurücklehnen und sich auf ihre zahlreichen anderen Areale in Deutschland konzentrieren.

Dem widerspricht jedoch im Namen der Projekt-Gegner Luc Saner (FDP): «Die Vivico ist ein gewinnorientiertes Unternehmen, das keine Investitionsruine brauchen kann.» Er sei deshalb entsetzt, wie die Regierung ihre Position der Stärke nicht wahrnehme. Saner: «Zudem ist das Projekt provinziell, langweilig – einfach nicht sexy.»

Christian Degen

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