Österreich: Regierung tritt zurück
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ÖsterreichRegierung tritt zurück

Die österreichische Regierung hat nach der Parlamentswahl ihren Rücktritt erklärt.

Bundespräsident Heinz Fischer nahm den Rücktritt an, betraute die konservative ÖVP und die Sozialdemokraten der SPÖ aber gleichzeitig bis zur Bildung eines neuen Kabinetts mit der Fortführung der Arbeit. Es wird erwartet, dass Fischer noch in dieser Woche den SPÖ-Chef Werner Faymann mit der Aufnahme von Koalitionsgesprächen beauftragt.

Nach ihrem schlechtesten Wahlergebnis der Nachkriegsgeschichte vollzieht die ÖVP einen personellen Umbruch: Wilhelm Molterer trat am Montag als Parteivorsitzender zurück. Nachfolger soll sein bisheriger Stellvertreter Josef Pröll werden. Die einstimmige Entscheidung des ÖVP-Vorstandes soll auf einem in Kürze stattfindenden Parteitag bestätigt werden, berichtete die Wiener Nachrichtenagentur APA.

Unklar sei noch, ob der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel Fraktionschef im Nationalrat bleibe, hiess es weiter. Nach dem Absturz auf 25,6 Prozent bei der Wahl am Sonntag hatte es APA zufolge heftige Lagerkämpfe in der Partei gegeben. Die ÖVP legte sich noch nicht darauf fest, ob sie wieder mit der SPÖ zusammengeht, eine Koalition mit den Rechtsparteien schmiedet oder den Gang in die Opposition wählt. (dapd)

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