Graubünden: Regierung will Rechnungen rascher zahlen
Aktualisiert

GraubündenRegierung will Rechnungen rascher zahlen

Die Bündner Regierung will an den Kanton gerichtete Rechnungen rascher zahlen. Während einer Übergangsfrist bis 2010 sollen Rechnungen bereits vor der vertraglichen Zahlungsfrist beglichen werden.

Die umgehende Bezahlung von Rechnungen vor Ablauf der Frist versteht die Regierung als Konjunkturmassnahme. Zeitlich beschränkt wurde diese Anordnung an die Finanzverwaltung, weil sie für den Kanton einen Ausfall von Zinserträgen zur Folge hat, wie die Exekutive am Montag auf einen Vorstoss des FDP-Fraktonschefs im Grossen Rat mitteilte.

Im Vorstoss wird auf die Bedeutung des fristgerechten Zahlens vor allem für die kleinen und mittleren Betriebe hingewiesen. Dadurch könne die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dringend notwendige Liquidität dieser Unternehmen verbessert werden.

Im Schnitt 16 Tage zu spät

Die staatlichen Behörden gehören nicht zu jenen, die ihre Rechnungen ausgesprochen pünktlich bezahlen. Nach Angaben der Inkassofirma Intrum Justitia begleichen sie die Rechnungen im Durchschnitt 16 Tage zu spät.

Der Kanton Graubünden ist nach Regierungsangaben generell ein pünktlicher Zahler. Die überwiegende Mehrheit der Rechnungen sei nach 30 Tagen fällig und werde innerhalb dieser Frist bezahlt.

Im Baubereich komme es jedoch vor, dass Zahlungsfristen auf 60 Tage festgelegt seien. 80 Prozent dieser Rechnungen würden derzeit bereits nach 30 Tagen bezahlt. Diese Quote soll inskünftig auf 90 Prozent gesteigert werden. (sda)

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