Regierungspartei im Irak will keine Wahlwiederholung
Aktualisiert

Regierungspartei im Irak will keine Wahlwiederholung

Die von religiösen schiitischen Parteien gebildete Vereinte Irakische Allianz hat Forderungen nach einer Wiederholung der Parlamentswahl vom 15. Dezember zurückgewiesen.

Politiker der Allianz, die derzeit die Regierung dominiert und nach unvollständigen Ergebnissen auch im neuen Parlament die Mehrheit der Abgeordneten stellt, verurteilten am Samstag zugleich die Proteste sunnitischer Araber und säkularer Schiiten wegen angeblicher Wahlmanipulation.

Das Ergebnis drücke den Willen des Volkes aus, erklärten Parteifunktionäre. Sie teilten zugleich mit, dass die Allianz Gespräche mit anderen Parteien über die Bildung einer «Regierung der nationalen Einheit» aufgenommen habe.

Am Freitag hatten mehrere tausend Demonstranten den Behörden Manipulation bei der Parlamentswahl vorgeworfen. Die grösste Kundgebung fand in der Hauptstadt Bagdad statt. Die Teilnehmer trugen Plakate, auf denen sie Wahlfälschung beklagten.

Unterdessen wurden bei Gewalttaten in der Umgebung von Bagdad erneut mindestens neun Menschen getötet. (dapd)

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