Aktualisiert 21.03.2005 11:59

Regierungsrat pfeift Universität zurück

Der Zürcher Universitätsrat hat Anfang 2003 eine Theologieprofessorin zu Unrecht entlassen.

Auf Geheiss des Zürcher Regierungsrates muss die Uni ihr nun im Nachhinein noch drei Monatsgehälter als Entschädigung zahlen.

Der Zürcher Regierungsrat hat einen Rekurs der Entlassenen teilweise gutgeheissen, wie der Anwalt der Theologin, Daniel Vischer, am Montag einen Bericht im «Tages Anzeiger» bestätigte. Eine Haftungsklage, in welcher sie einen Schaden für ihre akademische Karriere geltend macht, ist noch hängig.

Die Professorin war auf den 1. März 1997 als Professorin an die Theologische Fakultät der Uni Zürich gewählt worden. Schon bald kam es zu Auseinandersetzungen mit zwei Mitarbeitenden.

Die Konflikte gipfelten darin, dass der Unversitätsrat auf Antrag der Universitätsleitung im Januar 2003 das Anstellungsverhältnis mit der Professorin auf Ende Februar 2004 kündigte. Sie wurde fristlos freigestellt - die Abfindung belief sich auf 12 Monatsgehälter.

Begründet wurde dies mit einer «massiven Störung des Arbeitsverhältnisses» zwischen Universität und Dozentin. Nach Ansicht der Fakultätsleitung war das Vertrauensverhältnis tiefgreifend und unwiederbringlich gestört.

Der Regierungsrat bescheinigt ihr nun, dass die Kündigung «ohne sachlich zureichenden Grund» erfolgt sei. Er verpflichtet die Universität deshalb, zusätzlich zur seinerseits zugesprochenen Abfindung eine Entschädigung in der Höhe von drei Monatslöhnen zu entrichten.

(sda)

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