Muotaschlucht: Regierungsrat stoppt Bauprojekt in Urlandschaft
Aktualisiert

MuotaschluchtRegierungsrat stoppt Bauprojekt in Urlandschaft

Ein Wanderweg durch die Muotaschlucht kann nicht gebaut werden. Dieser hätte durch unberührte Landschaft geführt und auffällige Kunstbauten enthalten.

von
oli
Der Wanderweg hätte durch eine bisher nicht zugängliche Landschaft geführt.

Der Wanderweg hätte durch eine bisher nicht zugängliche Landschaft geführt.

Visualisierung

In der Gemeinde Schwyz kann vorderhand der Wanderweg durch die Muotaschlucht nicht gebaut werden. Der Regierungsrat hat die Baubewilligung aufgehoben, weil für den Weg, der durch eine unberührte Landschaft führen und auffällige Kunstbauten haben solle, kein Nutzungsplan erstellt worden war.

Bekämpft worden war der neue Wanderweg vom Schwyzer und Schweizer Heimatschutz sowie vom Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). Diese Organisationen machten am Mittwoch die Aufhebung der Baubewilligung bekannt.

Keineswegs bloss geringfügige Änderung

Der geplante Weg soll den bestehenden asphaltierten Weg von der Suworowstrasse zum Stauwehr Selgis ersetzen und führt auch durch eine unberührte Landschaft. Zur Überquerung der Muota ist eine über 60 Meter lange Hängebrücke vorgesehen.

Die Erteilung der Baubewilligung durch die Gemeinde Schwyz war damit begründet worden, dass die geplante Wanderwegverlegung nur eine geringe Abweichung gegenüber dem heutigen Zustand bringe. Die bestehende Linienführung bleibe im Grundsatz bestehen. Eine Nutzungsplanung sei deswegen nicht nötig.

Dem widersprach nun der Regierungsrat. Beim geplanten Bauprojekt handle es sich keineswegs um eine bloss geringfügige Änderung der Linienführung des bestehenden Wanderweges, schreibt er in seinem Beschluss. Er weist darauf hin, dass der geplante Weg durch eine noch nicht zugängliche Landschaft führe und auffällige Kunstbauten vorgesehen seien. Mit einer Nutzungsplanung könnten die verschiedenen Interessen besser und umfassender abgewogen werden. (oli/sda)

Deine Meinung