Regierungsratswahlen: EVP hält sich alle Optionen offen
Aktualisiert

Regierungsratswahlen: EVP hält sich alle Optionen offen

Die EVP des Kantons Bern entscheidet am 8. Dezember, ob sie zu den Regierungsratswahlen 2006 alleine oder mit einem Listenpartner antritt.

Eine wichtige Rolle spielen dürfte bei dem Entscheid die Strategie der SVP. Sowohl mit SP und den Grünen als auch mit der SVP seien bilaterale Verhandlungen geführt worden, heisst es in einer Mitteilung der Partei vom Freitag. Dabei habe sich gezeigt, dass besonders auf Seiten der Bürgerlichen noch viele Fragen offen seien.

Der EVP-Kantonalvorstand habe deshalb beschlossen, ihren Entscheid bis am 8. Dezember hinauszuschieben, mit wem sie zu den Wahlen antritt. Für diesen Termin wurde eine ausserordentliche Delegiertenversammlung anberaumt. Auch über die EVP-Kandidatur soll an diesem Tag entschieden werden. Allenfalls komme auch eine Kandidatur aus dem Berner Jura in Betracht.

Der Parteivorstand habe keine eideutige Präferenz für eine Zusammengehen mit den Bürgerlichen oder mit Rot-Grün geäussert, sagte EVP-Geschäftsführerin Barbara Streit-Stettler auf Anfrage. Klar sei jedoch, dass die Wahlchancen eines EVP-Kandidaten auf einer bürgerlichen Listen am grössten seien.

Den Entscheid der EVP massgeblich beeinflussen dürften die Beschlüsse der SVP-Delegiertenversammlung vom 12. November. Die grösste bürgerliche Partei entscheidet an diesem Tag über ihre Strategie bei den Regierungsratswahlen.

Klar ist bereits heute, dass die Freisinnigen, der bisherige SVP- Partner, einer Liste aus SVP, FDP und EVP negativ gegenüberstehen. «Das wäre eine wahltaktische Ampelkoalition, geboren aus der Angst, dass die EVP auf der rot-grünen Regierungsratsliste Aufnahme findet», sagte FDP-Präsident Johannes Matyassy auf Anfrage.

(sda)

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