Burma: Regime behindert Katastrophenhilfe
Aktualisiert

BurmaRegime behindert Katastrophenhilfe

Acht Wochen nach dem Wirbelsturm «Nargis» behindert die burmesische Militärregierung weiter die zivile Hilfe. Eine Gruppe Helfer wurde nach ihrer Rückkehr aus dem Katastrophengebiet in Rangun festgenommen.

Unter den 17 Festgenommenen sei auch der Herausgeber der Zeitschrift «Burma Tribune», Aung Kyaw San, der als Freiwilliger ohne Genehmigung bei der Beerdigung von Leichen im besonders betroffenen Irawadi-Delta geholfen hatte.

Nach Angaben von RSF wurden die Helfer festgenommen, als sie in Rangun weitere Leichensäcke abholen wollten. Fünf von ihnen, darunter der Journalist, würden seit Mitte Juni im berüchtigten Gefängnis von Insein im Norden Ranguns gefangen gehalten. Mindestens zehn Journalisten und Internet-Blogger seien inhaftiert.

Mehr als 138 000 Menschen kamen durch «Nargis» ums Leben oder werden vermisst, seit der Zyklon im Mai Teile des Landes verwüstete. Nach UNO-Schätzungen benötigen rund 2,4 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe.

(sda)

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